USA Roadtrip – Reiseplanung

USA Roadtrip – Reiseplanung

Jede Reise bedarf zumindest ein bisschen Planung. Dies gilt natürlich besonders für große und weite Reisen. Sobald man Europa verlässt, gibt es allerlei Dinge, die man bedenken muss. Alles, was ihr bei der Vorbereitung und Reiseplanung für euren USA Roadtrip beachten solltet, habe ich hier für euch zusammengefasst! 🙂

Aber zuerst möchte ich euch unsere Route vorstellen:

Wir verbrachten eine Woche in Florida, zwei Wochen an der kalifornischen Küste und eine Woche in den Nationalparks Yosemite, Death Valley, Grand Canyon und Monument Valley sowie eine Nacht in Las Vegas.

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1.) USA Roadtrip Reiseplanung – Genug Vorlaufzeit

Natürlich braucht eine solche Reise eine gewisse Vorlaufzeit: Flüge sind in der Regel günstiger, je früher man bucht. Das gleiche gilt für Unterkünfte. Ich würde jedem raten, etwa 5-6 Monate vor Reiseantritt mit den Planungen zu beginnen.

2.) USA Roadtrip Reiseplanung – Die Route

Ein Roadtrip lebt durch seine Route, das ist ja ganz klar. 🙂 Bei google maps kann man ganz einfach die Entfernungen berechnen und die Strecke planen. Gerade in den USA sollte man die Entfernungen nicht unterschätzen, die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nämlich deutlich strenger als bei uns und so sitzt man häufig mehrere Stunden hinter’m Steuer.

3.) USA Roadtrip Reiseplanung – Flüge

Sobald die Route zumindest grob steht, kann man sich mit den Flügen beschäftigen. Hierbei ist ein großes Maß an Geduld unerlässlich. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir geschlagene 9 Stunden mit der Suche nach der für uns perfekten Flugverbindung verbracht. Zwischendurch wurden wir mit den verschiedensten Problemen konfrontiert – von einer streikenden Internetverbindung bis hin zu plötzlich gestiegenen Preisen war alles dabei. Letztendlich hat sich der ganze Aufwand aber definitiv gelohnt! Die Reisebüros, in denen wir uns außerdem nach günstigen Flügen erkundigt hatten, konnten uns allesamt nicht so eine gute Verbindung anbieten und zudem lagen die Preise bei den Reisebüros im Schnitt rund 100€ über dem, was wir letztendlich gezahlt haben.

Ich kann also jedem nur raten, die verschiedenen Portale wie fluege.de, momondo.de usw. sowie die Websites der gängigsten Fluggesellschaften sorgfältig zu durchsuchen – es lohnt sich! 🙂

Wir sind für ca. 800€ von Düsseldorf nach Miami, von Orlando nach San Diego und von Las Vegas zurück nach Düsseldorf geflogen.

4.) USA Roadtrip Reiseplanung – Unterkünfte

Aus meiner Sicht ist es absolut nicht notwendig, für jeden Tag schon von zu Hause aus eine Unterkunft zu buchen. Vieles kann man vor Ort relativ spontan regeln, so haben wir z.B. häufig von unterwegs aus ein Zimmer über AirBnB oder ein Hostel gebucht. Die entsprechenden Apps sollte man sich daher unbedingt auf dem Handy installieren. Und keine Angst vor Internet-Mangel: FreeWifi gibt es ziemlich häufig, wir waren dazu regelmäßig bei McDonald’s und haben dort hauptsächlich das Wlan genutzt.

Unsere Erfahrungen mit Motels am Straßenrand waren nicht ganz so überzeugend. Viele sind gnadenlos überteuert und bieten kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und entgegen vieler positiver Erfahrungen, von denen uns vorher berichtet wurde, war es auch wirklich schwierig in Motels spontan einen Platz zu finden.

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AirBnB (oder auch Couchsurfing) kann ich daher für eine USA Reise nur empfehlen, denn so kommt man auch direkt mit Einheimischen ins Gespräch und erhält häufig wertvolle Insidertipps!

Wir haben vor unserer Reise nur einige wenige Unterkünfte gebucht, so zB. das erste Hostel in Miami (wo unsere Reise begann) das Hostel in San Diego (unserem ersten Stopp in Kalifornien) das Hostel in San Francisco und ein Hotel in Las Vegas, von wo aus wir wieder zurück geflogen sind. Das war für uns auch vollkommen ausreichend. 🙂

5.) USA Roadtrip Reiseplanung – Mietwagen

Der Mietwagen, der euren Roadtrip perfekt macht, will gut gewählt sein! Auf billiger-mietwagen.de kann man gut und vergleichsweise auch günstig ein geeignetes Automobil finden.

Hier kann man dann zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Sowohl für Florida als auch für Kalifornien fanden wir unsere Mietwagen bei Alamo, einem der größten Anbieter in den USA.

Man kann jedoch nicht ein konkretes Modell im Vorhinein wählen, sondern eine Fahrzeugklasse. Vor Ort konnten wir dann zwischen verschiedenen Modellen der von uns gebuchten Fahrzeugklasse wählen – so hatten wir in Florida einen Ford Focus zur Verfügung und in Kalifornien (hier hatten wir die Fahrzeugklasse Cabrio gewählt) einen schicken weißen Mustang. Yeah!

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Das Wohnmobil, mit dem wir von San Francisco aus die Nationalparks erkundeten, hatten wir über www.usa-reisen.de gebucht und ein kleines Modell von Cruise America erhalten. Das war an sich okay, jedoch kann ich Cruise America aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt empfehlen: Das Geschirr war noch dreckig von den Vormietern, die Sitzecke ließ sich nicht zum Bett umfunktionieren und die Einweisung war mehr als unzulänglich. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es wohl schon öfter derartige Probleme mit der Cruise America Station in Newark, bei San Francisco, gab.

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Beim Thema Mietwagen gilt, dass man ab 21 Jahren  ein Auto problemlos mieten kann, jedoch müssen Fahrer unter 25 Jahren einen Aufpreis zahlen.

Wenn man den Wagen an einem anderen Ort wieder abgibt, als wo man ihn abgeholt hat, muss man außerdem eine Einweggebühr zahlen.

6.) USA Roadtrip Reiseplanung – ESTA

Ganz wichtig: Das ESTA-Formular benötigen alle, die für bis zu 3 Monate in die USA reisen wollen, ist 2 Jahre gültig und ersetzt das klassische Visum.

ESTA zu beantragen geht super schnell und total einfach online und kostet 14$. Mit dem Antrag könnt ihr euch erstmal Zeit lassen –  das geht bis 72 Stunden vor Abflug. Ich würde jedoch jedem raten, ESTA ein paar Wochen im Voraus zu beantragen. Zur Sicherheit. 😉 Weitere wichtige Informationen rund um ESTA findet ihr hier. 

7.) USA Roadtrip Reiseplanung – Reisepass & Internationaler Führerschein

Natürlich müsst ihr im Besitz eines gültigen Reisepasses sein. Falls ihr noch keinen habt, müsst ihr einen neuen beantragen und für die Bearbeitungszeit etwa 4 Wochen einplanen. Ein neuer Reisepass kostet je nach Seitenanzahl und Alter des Antragstellers zwischen 37€ und 60€.

In einigen Reiseführern und auf manchen websites wird außerdem dazu geraten, sich einen Internationalen Führerschein zuzulegen. Das habe ich auch brav gemacht, aber es war wirklich nicht nötig. Mich hat niemand danach gefragt und es ist auch nicht zwingend, einen zu haben. Wenn ihr dennoch einen beantragen wollt, dann könnt ihr das beim Straßenverkehrsamt für 15-20€ tun.

8.) USA Roadtrip Reiseplanung – TSA Schloss am Koffer

Ihr benötigt für eine USA Reise unbedingt ein TSA Schloss an euren Koffern! Das ist deshalb so zwingend notwendig, weil der amerikanische Zoll sich gerne mal den ein oder anderen Koffer von innen ansieht und für TSA Schlösser einen Schlüssel besitzt. Koffer, die nicht über ein solches Schloss verfügen, werden dann gerne auch mal gewaltsam aufgebrochen und sind nicht selten danach unbrauchbar.

9.) USA Roadtrip Reiseplanung – Kosten

Neben Kosten für Flüge, Mietwagen, Unterkünfte, ESTA, Reiseführern usw. fallen auch noch allerlei andere Kosten an: Wenn man zB. in einen Nationalpark fahren möchte, dann kostet das Eintritt. An den Nationalparktoren sind Gebühren in Höhe von 20-30$ pro Auto fällig.

Außerdem möchte man ja ggf. auch den ein oder anderen Vergnügungspark, Museen oder ähnliches besuchen und auch die haben eben ihren Preis. Dafür solltet ihr also auch nochmal einiges einplanen.

Und die Verpflegung ist in den USA auch recht teuer. Es ist wirklich schwierig, günstig und gesund zugleich zu essen. Obst und Gemüse ist in den Supermärkten Mangelware, abgesehen von dem dafür aber sehr teuren Bioladen Trader Joe’s. Fast Food gibt es an jeder Ecke, aber richtig gutes Essen ist wirklich teuer. So war zumindest unser Eindruck – inzwischen habe ich von einigen anderen USA-Reisenden gehört, dass sie das Thema Essen überhaupt nicht problematisch fanden. So sind Geschmäcker eben verschieden. 🙂

Für unsere 4 Wochen haben wir mit allem ca. 4000€ pro Nase ausgegeben.

10.) USA Roadtrip Reiseplanung – Weniger ist mehr

Zu guter Letzt möchte ich euch noch ans Herz legen, dass weniger manchmal wirklich mehr ist. Nehmt euch nicht zu viel vor, versucht nicht krampfhaft, in kurzer Zeit das ganze Land kennenzulernen – das ist schlichtweg unmöglich. Die USA haben unfassbar viel zu bieten und so gut wie jede Ecke ist in irgendeiner Form sehenswert. Mit dem Programm, das wir in 4 Wochen durchgezogen haben, hätten wir locker auch 3 Monate füllen können, ohne dass uns langweilig geworden wäre. So hatten wir an den meisten Orten leider nur sehr begrenzt Zeit und konnten manche Dinge nicht zu 100% genießen. Insofern: Nehmt euch lieber weniger vor. 🙂

Die Berichte zu unserem Roadtrip durch die USA findet ihr übrigens hier.

Ich hoffe, dieser Artikel ist hilfreich für euch und erleichtert eure Reiseplanung ein bisschen. Falls ihr noch Fragen habt oder euch Infos fehlen, lasst es mich unbedingt wissen! 🙂

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