EUROTRIP II – Nordspanien Atlantikküste

EUROTRIP II – Nordspanien Atlantikküste

Telefonisch hatten wir uns etwa eine Stunde vor Ankunft einen Stellplatz auf dem Campingplatz Leagi oberhalb des Örtchens Lekeitio, das genau zwischen San Sebastian und Bilbao an der Küste liegt, gesichert.

Wir staunten nicht schlecht über die wunderschöne Strecke die uns hierher führte: Es erinnerte mich stellenweise sehr an Big Sur in Kalifornien. 🙂

Es ging durch Berg und Tal sehr kurvige enge Sträßchen entlang und einmal entdeckten wir am Straßenrand sogar ein paar Schafe.

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Das letzte Stück bis zum Campingplatz erwies sich dann als das Aufregendste: Mit 26% Steigung ging es sehr steil bergauf und mein schwer beladenes Twingomobil kam ganz schön ins Schwitzen, als wir im ersten Gang den Berg hinauf tuckerten.

Oben angekommen bot sich uns ein atemberaubender Ausblick:

 

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Der Campingplatz Leagi ist wirklich wunderschön: Die Lage ist im wahrsten Sinne des Wortes „überragend“: man hat eine wunderbare Aussicht auf das kleine Örtchen Lekeitio, das Meer und die umliegenden Berge.

Die Stellplätze sind zwar recht klein und liegen eng beieinander, aber alles andere hat uns durchweg sehr gut gefallen. Die Sanitäranlagen sind geräumig und sehr sauber, am Pool kann man wunderbar entspannte Stunden verbringen und wer mag kann sich abends noch in der kleinen aber feinen Sportanlage mit Fußball oder Basketball austoben.

 

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Nachdem wir uns fertig installiert hatten, ließen wir den doch recht anstrengenden Tag bei einer gemütlichen Runde Stadt, Land, Fluss ausklingen.

Am nächsten Morgen überraschte die liebe Lisa uns mit einem wunderbaren Sonntagsfrühstück inklusive ein paar süßer selbstgepflückter Blümchen.

Diesen Tag wollten wir am Strand verbringen. Nach einer etwas schwierigen und zeitafuwendigen Parkplatzsuche mussten wir noch eine gute halbe Stunde bis zu dem schönen Strand, der in einer netten beschaulichen Bucht liegt, spazieren.

 

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Als Ebbe war und das Wasser entsprechend zurückging, erschien ein Weg aus dem Wasser, der zu der dem Strand gegenüberliegenden Insel führte. Lisa und Chiara spazierten hinüber während ich mir noch ein kleines Nickerchen gönnte.

 

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Wir lasen, schwammen, schrieben Tagebuch, hörten Musik und schlummerten so vor uns hin. Anfangs war mir der Strand etwas zu voll, da ich ja nicht so sehr auf Sonnenbaden à la Sardinendose stehe, aber zum Glück leerte es sich recht zügig nachdem wir angekommen waren.

Anschließend bummelten wir noch ein wenig durch den wirklich süßen Ortskern und am Hafen vorbei, gönnten uns ein sehr leckeres Eis und begaben uns dann zurück zum Campingplatz.

 

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Am nächsten Tag schliefen wir zunächst aus, frühstückten dann ganz gemütlich und entspannt, chillten jeder noch eine Runde für sich und begaben uns dann gegen Mittag nach San Sebastian. Nach einer guten Stunde Fahrt schlenderten wir ganz gemütlich durch die süßen Gassen der Altstadt.

 

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Natürlich erklommen wir auch den Berg Monte Igueldo und genossen die wunderbare Aussicht über die Stadt, den Hafen und das Meer.

 

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Wie es sich für den ersten Abend in einer spanischen Stadt gehört, gingen wir in der Altstadt Tapas essen: Tortilla, Croquetas, Albondigas, Salmorejo… sehr lecker! 🙂

 

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Für 20h hatten wir uns mit zwei Bekannten von Chiara und ihren Eltern auf einen Misto verabredet. Wir hatten keine Ahnung, was wir uns darunter vorstellen sollten, gingen aber irgendwie davon aus, dass es sich um Getränke handelte und waren daher recht überrascht, als die beiden uns erklärten, sie wollten mit uns essen gehen.

Sie führten uns in die Kalea San Martzial und in ein typisch spanisches Lokal, wo sich ansonsten scheinbar kaum Touristen hin verirren. Ein richtiger Insidertipp also 😉

 

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Obwohl wir schon bis oben hin voll mit Tapas waren, legten wir noch ein kleines Baguette mit Käse und Schinken (dessen Namen ich leider vergessen habe) oben drauf und erfuhren nebenbei allerlei Wissenswertes über San Sebastian und das Baskenland.

Bis in die 70er Jahre hinein gab es im Baskenland Freiheitskämpfer, die gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlands kämpften. Zusammengefasst waren diese Kämpfer unter der Terrororganisation ETA – Euskadi Ta Askatasuna. Das ist baskisch und bedeutet „Baskenland und Freiheit“.

Wenn man die baskische Straßenkunst genauer betrachtet sieht man sehr häufig dieses Zeichen:

 

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Es zeigt den Umriss des Baskenlandes zusammen mit zwei Pfeilen die darauf zeigen.

Als die ETA damals zerschlagen wurde und die Kämpfer inhaftiert wurden, wurden diese auf sämtliche spanische Gefängnisse aufgeteilt, damit sie sich nicht während ihrer Haftzeit wieder zusammenfanden und neue Pläne schmieden konnten.
Dieses Zeichen steht dafür, dass die ETA Kämpfer wieder zurück ins Baskenland, also „nach Hause“ kommen sollen. Man sieht es wirklich ständig: Auf Hauswänden, Straßen, Schildern.

Auch heute noch ist der Unabhängigkeitswille der Basken weit verbreitet: Viele von ihnen würden niemals sagen, sie seien Spanier oder Franzosen, sondern sie bestehen darauf, dass man sie Basken nennt.

 

Im Anschluss schlenderten wir noch eine Weile durch die Stadt, gönnten uns das zweite Eis der Reise (Bei Arnoldo in der Kalea Garibal) und fuhren dann gegen 22.30h wieder zurück zum Campingplatz.

 

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Die Nacht war dann leider mehr als unruhig, da unsere holländischen Nachbarn uns und ihre Kinder lautstark an ihrem Liebesleben teilhaben ließen. Das Ganze nahm bis ca. 4h nachts seinen Lauf und bescherte uns eine mehr oder weniger schlaflose Nacht.

Und das, wo wir doch am nächsten Morgen schon um 9h nach Bilbao fahren wollten, um eine lange Schlange am Guggenheim Museum zu vermeiden.

Schnell stellte sich heraus, dass das Museum von außen deutlich beeindruckender ist, als von innen. Es wurde ausschließlich moderne Kunst ausgestellt und ich persönlich konnte mit den aktuellen Ausstellungen nicht allzu viel anfangen. Aber das ist ja immer sehr subjektiv. 😉

 

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Die Architektur des Museums fand ich jedenfalls sehr beeindruckend und so hatte sich der kleine Ausflug dennoch gelohnt. Für Studenten kostet der Spaß übrigens nur 7,50€, mehr zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findet ihr hier.

 

Den Rest des Tages verbrachten wir dann ganz entspannt am campingplatzeigenen Pool, denn am nächsten Tag hatten wir wieder Großes vor: Es ging einmal quer rüber auf die andere Seite des Landes nach Barcelona!! Wie es dort für uns weiterging, erfahrt ihr hier! 🙂

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