Ein Tag am Bodensee

Ein Tag am Bodensee

Abreise aus Levanto

Da das Wetter für die kommenden Tage in den Cinque Terre ziemlich bescheiden gemeldet war, hatten wir beschlossen, einfach schon zwei Tage früher als geplant aus Levanto abzureisen und die lange Rückfahrt in zwei kürzeren Etappen zu bestreiten.

Ein Blick auf die Karte (na gut, es war Google Maps :D)  zeigte uns schnell, dass der Bodensee ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke liegt und so stand die Entscheidung, wo wir unseren Zwischenstopp einlegen wollten recht schnell.
Eine Google-Recherche später hatten wir dann auch schon ein noch genaueres Ziel vor Augen: wir wollten einen Campingplatz in Lindau (Parkcamping am See) auf der deutschen Seite des Bodensees ansteuern.
Sicherheitshalber riefen wir einen Tag vorher an um dort nicht vergebens aufzutauchen und die Sache war geritzt: Die freundliche Dame am Telefon sicherte uns einen Stellplatz zu, sofern wir bis 17Uhr dort aufkreuzten. Das würden wir locker Schaffen, dachten wir, und lagen dabei auch gar nicht mal sooo falsch.
Nachdem wir unser Gepäck wieder ordnungsgemäß verstaut, die Markise eingedreht, den Strom abgestellt, das Dach heruntergefahren und den Vorzeltteppich gefaltet hatten konnte es auch schon losgehen.

Ab über den San Bernardino

Von Levanto aus führte uns das Navi zunächst wieder hoch in die Berge und durch Kurven und Tunnel vorbei an Genua. Irgendwann danach wurde die Autobahn dann auch wieder etwas, das man tatsächlich Autobahn nennen konnte und wir fuhren so vor uns hin, snackten Baguette und Schokokekse, genossen die Aussicht und freuten uns auf den Bodensee.
Anders als auf der Hinfahrt fuhren wir diesmal nicht durch den Gothard Tunnel sondern schlugen den Weg Richtung San Bernardino Pass ein. Diese Strecke kann ich jedem wärmstens empfehlen: es ist zwar sehr kurvig, aber das waren wir von Italien ja bereits gewohnt und die Fahrt durch die Schweizer Berge ist wirklich traumhaft. Weniger traumhaft fanden wir die Schneereste am Straßenrand und die immer weiter sinkende Temperatur die uns im Tacho angezeigt wurde, aber als wir wieder an Höhe verloren wurde es natürlich auch gleich wieder wärmer.

Ein Tag am Bodensee: Ankunft in Lindau

Wir fuhren abwechselnd durch Sonne und Regenschauer, sangen lautstark sämtliche Lieder mit und näherten uns Lindau mit großen Schritten und es sah so aus, als würden wir um Punkt 17Uhr dort eintreffen. Letztendlich war es dann 17.20h und unser schöner Stellplatz wurde just in dem Moment vergeben, als wir den Bulli vor der Campingplatzschranke parkten. C’est la vie.

 

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Zum Glück gab es aber noch die Zeltwiese und so durften wir uns für nur 15€ pro Nacht (für 2 Personen) zu ein paar Zelten gesellen.

Ich war zunächst etwas bedröppelt darüber – die Erschöpfung von gut 7 Stunden Fahrt, der wieder einsetzende Regen und unser parkplatz-artiger Stellplatz an der Zeltwiese verursachten bei mir nicht unbedingt Freudensprünge aber der Preis überzeugte mich dann schließlich doch. 🙂
Außerdem war es ja nur für zwei Nächte und der Rest des Campingplatzes war rundum super: das Personal an der Rezeption ist sehr freundlich und zuvorkommend, die Sanitäranlagen sind ein Traum (vor allem die Duschen sind super geräumig, es gibt jede Menge Haken & Abstellflächen, der Strahl ist perfekt und die Temperatur flexibel wählbar) und alles ist total sauber. Zusätzlich gibt es eine Strandbar und einen kleinen Supermarkt und der Platz besticht natürlich auch durch seine perfekte Lage direkt am See.
Den Abend verbrachten wir dann nur noch mit Kochen, Essen, Ligretto und Chillerei und am nächsten Morgen war mein kurzzeitiger Unmut schon wieder vergessen. 🙂

Ein Tag am Bodensee: Spaziergang nach Lindau Insel

Nach einem netten Frühstück (der campingplatzeigene Supermarkt öffnet schon um 7 und hat neben Brötchen auch alles was man sonst noch so braucht) machten wir uns auf den Weg zu Fuß in Richtung Lindau Insel.
Der 4km lange Weg führt die ganze Zeit am See entlang und streckenweise spazierten wir auch direkt über den Strand.

Die Schweizer Alpen stets im Blick merkten wir gar nicht, wie schnell die Zeit verging und schwupps, fanden wir uns schon auf der Brücke wieder, die über den See auf die Lindau Insel führt.

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Die Insel ist 68ha groß und hat knapp 3000 Einwohner.

Wir schlenderten einmal quer durch den süßen Ort, zusammen mit einigen anderen Touristen – was ja auch kein Wunder ist denn immerhin war ja Ostermontag.

Vor einem Antiquitäten-Geschäft amüsierten wir uns prächtig an den Postkartenständern, die jede Menge Karten zeigten die genau unserem Geschmack entsprachen 🙂 weiter ging’s durch die malerischen Gassen und über Kopfsteinpflaster.

 

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In unserer Genießerstimmung konnten wir nicht umhin, uns Käffchen & Kuchen zu gönnen und kehrten daher auf der Terrasse des Café Hugo ein.

 

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Mit Mohnkuchen und Apfelstrudel gestärkt bestellten wir die Rechnung und wurden prompt über den Tisch gezogen. 🙁 Der Kellner, ein freundlicher aber irgendwie unechter und aufgesetzter junger Mann, berechnete ganze 3€ zu viel und so ärgerte ich mich doppelt, dass ich auch noch Trinkgeld gegeben hatte. Aber naja. Der Kuchen war trotzdem seeehr lecker und es war ja immer noch Urlaub, also regten wir uns nicht weiter auf und traten den Rückweg zum Campingplatz an.

 

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An diesem Abend gingen wir schon früh zu Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir pünktlich mit der Öffnung der Schranken um 7.30Uhr in Richtung Heimat starten.
7 Stunden Fahrt lagen vor uns und wir erreichten Chiaras zu Hause gegen 15 Uhr.
An den Bodensee werde ich definitiv nochmal zurückkehren, die ganze Gegend hat unglaublich viel zu bieten und man sollte niemals unterschätzen, wieviele schöne Ecken Deutschland hat. 🙂

 

Das war sie also, die zweite Reise mit der lieben Chiara, die ich im letzten Jahr so spontan kennengelernt habe. Inzwischen zählt sie zu meinen engsten Freundinnen und sie ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken – Danke liebste Chiara, für diese großartige Reise und all die tollen Erlebnisse die du zu etwas ganz besonderem machst. Ich freu mich schon aufs nächste Mal – egal, wohin! <3 #aktivurlaub 😉

 

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