Du bist so wunderbar, Berlin…

Du bist so wunderbar, Berlin…

In Berlin war ich inzwischen schon 7 oder 8 mal. Da könnte man meinen, so langsam kennt man die Stadt recht gut. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn jedes Mal entdecke ich wieder neue Ecken unserer Hauptstadt.

Das liegt nicht nur an der Größe und der Vielfalt dieser Stadt, sondern auch an den vielen Baustellen, die immer wieder neue Ecken verdecken und nach einiger Zeit auch neue zum Vorschein bringen.

Berlin hat einfach unglaublich viel zu bieten und erinnert vielerorts an die unglaubliche Geschichte, die die Stadt zu dem machte, was sie heute ist.

Im Folgenden habe ich einige meiner Lieblingsorte für euch zusammengefasst. 🙂

 

Rastplatz Marienborn

Wer vom Westen aus mit dem Auto anreist, sollte unbedingt an der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, einem der früheren Grenzübergänge, anhalten.

Hier wurde zwischen 1945 und 1990 der Grenzverkehr auf der A2 geregelt.

Es ist zu sehen, was zu DDR-Zeiten an den Grenzen passierte und man kann nur erahnen, welches Leid den Menschen dort zugefügt wurde.

Die eindrucksvolle Dauerausstellung erläutert nicht nur sämtliche Kontroll-Methoden der Zoll-Beamten, sondern auch umfassende Informationen über die Fluchtversuche verzweifelter DDR-Bürger, die sehr häufig hier endeten.

Fahrzeuge wurden in all ihre Einzelteile zerlegt, Särge aufgeschraubt & Leichen untersucht – es gab sogar eine Veterinärstation, an der Kontrollen zur Verhinderung von Personenschleusungen und von Schmuggel durchgeführt wurden.

Die Dauerausstellung wird durch in regelmäßigen Abständen wechselnde Ausstellungen zum Thema ergänzt.

Eintritt: kostenfrei

Öffnungszeiten: Di-So 10-17Uhr

Weitere Infos zum Rastplatz Marienborn findet ihr hier, hier und hier

 

Hackesche Höfe

Unweit des Alexanderplatzes, zwischen Sophienstraße und Oranienburger Straße, befinden sich die Hackeschen Höfe. Es handelt sich hierbei um eine Aneinanderreihung vieler schöner Innenhöfe, mit einer Menge netter Einkaufsmöglichkeiten. Von verschiedenen Galerien über Cafés, Designshops und Souvenirläden bis hin zum berühmten Ampelmannshop ist hier für jeden etwas dabei.

 

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Weitere Infos zu den Hackeschen Höfen findet ihr hier.  

 

DDR-Museum

Direkt am Ufer der Spree gegenüber dem Berliner Dom gelegen, befindet sich das DDR-Museum, das sogar schon zwei Mal als European Museum of the year nominiert wurde.

In dieser sehenswerten Ausstellung fühlt man sich tatsächlich um 30 Jahre zurückversetzt: Man sieht nicht nur, wie die Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit noch gelebt haben und kann in einem Trabbi Platz nehmen, sondern erlebt auf interaktive Weise ein Stück DDR-Alltag.

Für mich, die ich Museen eigentlich lieber meide, auf jeden Fall einen Besuch wert!

Weitere Infos zum DDR-Museum findet ihr hier. 

 

Eastside Gallery

Die direkt an der Oberbaumbrücke in Friedrichshain gelegene Eastside Gallery zeigt einen großen Mauerabschnitt, der 1990, nach der Wiedervereinigung von verschiedenen Künstlern gestaltet wurde. Bunte Graffities zieren die einst graue Steinmauer, über insgesamt 1316 Meter.

Die Bilder sind ganz unterschiedlich – und dennoch haben viele die gleiche Botschaft: Die meisten von ihnen stehen für die unbändige Freude über den Fall der Mauer und damit das lang ersehnte und erkämpfte Ende von Bespitzelung, Verfolgung und Unfreiheit.

 

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Es lohnt sich wirklich, die längste Open Air Galerie der Welt einmal entlang zu spazieren und sich Zeit für die vielen Kunstwerke zu nehmen, mit denen die Menschen damals ihren Gefühlen Ausdruck verliehen.

Weitere Infos zur Eastside Gallery findet ihr hier. 

 

Jüdisches Museum

Das jüdische Museum besuchte ich zum ersten und bisher einzigen Mal im Rahmen einer Klassenfahrt. Allein die Architektur des Gebäudes beeindruckte mich schon sehr: Der Architekt Daniel Libeskind wollte mit dem zickzack-artigen Aufbau des Gebäudes die Vernichtung der Juden in Deutschland darstellen.

Das ist ihm gut gelungen, wie ich finde.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Museen, die die Geschichte des Holocausts erzählen, wird im jüdischen Museum alles aus Sicht der Juden dargestellt. Lohnt sich & regt zum Nachdenken an!

Eintritt: 5€

Öffnungszeiten: Mo 10-22h, Di-So 10-20h

Weitere Infos findet ihr hier.

 

Capital Beach

Reist man im Sommer mit der Bahn nach Berlin, so trifft man bei Verlassen des Hauptbahnhofs direkt auf eins der vielen Highlights der Stadt: Den Capital Beach. Eine direkt an der Spree gelegene Strandbar. Mit dem Regierungsviertel im Rücken, laden Liegestühle und Strohschirme zum chilligen Cocktail-Schlürfen ein und lassen einen den Großstadt-Stress für eine Weile vergessen.

Mehr Infos zum Capital Beach findet ihr hier.

 

Kurfürstendamm & KaDeWe

Manch einer mag vielleicht behaupten, der Ku’Damm sei ja „standard“ – das mag sein – aber für mich stellt er immer wieder eine tolle Shoppingmeile dar. 🙂 Die hier ansässigen Geschäfte findet man zwar auch in den meisten anderen deutschen Städten, aber die Kulisse und der Blick auf die Gedächtniskirche machen den Ku’Damm für mich zu einem meiner Lieblingsorte in Berlin.

 

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Geht man den Ku’Damm in Richtung Westen entlang, so gelangt man auf die Tauentzienstraße, wo das berühmte KaDeWe zu finden ist. Das sollte man unbedingt auch mal von innen gesehen haben!

 

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Ich finde, Berlin ist immer eine Reise wert. Was meinst du? Was sind deine Lieblingsplätze in Berlin? 🙂

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