Colmar zur Weihnachtszeit

Colmar zur Weihnachtszeit

Pünktlich zum Auftakt der insgesamt 5 Weihnachtsmärkte von Colmar statteten wir dieser hübschen Stadt im Elsass einen Wochenendbesuch ab.

Wieder vereint mit meinen zwei engsten Pariser Freundinnen schlenderten wir den ganzen Samstag lang quer durch das beschauliche Stadtzentrum. Eine der beiden wohnt und studiert zur Zeit hier und konnte uns daher mit allerlei interessanten Informationen rund um die Geschichte der Stadt versorgen.

Im späten Vormittag brachen wir von ihrer Wohnung nahe der Universität auf und spazierten direkt in den Kern der Stadt hinein. Glücklicherweise hatte es kurz vorher aufgehört zu regnen und so konnten wir den Tag ganz im Trockenen genießen.

 

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Zunächst flanierten wir die Einkaufsstraße Rue des Clefs entlang und hangelten uns von einer Boutique in die nächste. Welch eine Freude, wieder einmal durch all die französischen Geschäfte zu bummeln!

 

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Von der Rue des Clefs aus gelangt man ganz leicht in die Rue des Têtes , die ihren Namen dem Maison des Têtes verdankt. Woher dieses wiederum seinen Namen hat, ist unschwer zu erkennen: Lauter Köpfe (têtes) zieren die Fassade des rotbraunen Hauses.

 

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Am Ende der Rue des Têtes bogen wir links ab und gönnten uns einen leckeren Crèpe à emporter unweit der Place de l’école.

 

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Frisch gestärkt spazierten wir weiter zur Cathédrale St Martin, einer recht großen und sehr schönen Kirche im Rennaissance Stil, die das Stadtbild von Colmar maßgeblich prägt. Im Deutschen spricht man bei dieser Kirche auch vom „Martinsmünster“.

Da wir die Kathedrale auch von innen begutachten wollten, nutzten wir die Gelegenheit, um eine Kerze anzuzünden.

 

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Von der Kälte getrieben verschlug es uns im Anschluss in ein wunderhübsches kleines Café: Das Majesthé in der Rue des Marchands stellte sich als kleines aber feines und vor allem sehr gemütliches Café heraus. Wir schlürften Kakao mit Sahne und Marshmellows um uns aufzuwärmen und erfreuten uns an diesem wunderbaren Novembersamstag, bevor wir weiter durch die von bunten Fachwerkhäusern gesäumten Straßen und Gassen schlenderten.

 

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Unser Weg führte uns direkt in eine Markthalle: in den marché couvert von Colmar.

Hier findet man so einige kulinarische Highlights, von bunten Obst- und Gemüsteständen über Paté und Wein bis hin zu langen Käsetheken ist für jeden etwas dabei.

 

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Wieder zurück an der frischen Luft, fanden wir uns direkt im Viertel „Petite Venise“ wieder: Klein Venedig. Woher dieses Viertel seinen Namen hat, wird schnell klar, denn hier schlängelt sich der kleine aber feine Fluss namens Lauch durch die bunten Häuserreihen.

 

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Besonders interessant an dem Fluss ist die Herkunft seines Namens: Früher, wenn bei den Märkten noch Gemüse übrig geblieben war, schmissen die Händler es einfach in den Fluss. Vor allem Lauch war häufig dabei und verlieh dem Fluss eine ziemlich grüne Farbe. 🙂

Wir flanierten also durch Klein Venedig, bummelten ein bisschen über den nächstgelegenen Weihnachtsmarkt, wo wir uns Cidre chaud (warmen Cidre) und Juis de Noel (Weihnachtssaft) gönnten.

 

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Die Weihnachtsmärkte von Colmar ähneln den deutschen Weihnachtsmärkten schon sehr, aber das Ambiente ist dank der wunderschönen Kulisse vor dem Fluss, den Fachwerkhäusern und dem Kopfsteinpflaster wirklich außergewöhnlich hübsch. Und zwischendurch wird man immer mal wieder von enormen Käsewolken überrascht, denn Käsestände gibt es natürlich auf französischen Weihnachtsmärkten noch und nöcher.

Vom Weihnachtsmarkt in Petite Venise trugen uns unsere Beine zur Place de l’ancienne douane und auf Empfehlung meiner Freundin Annika ab ins Gasthaus Schwendi.

Hier schmausten wir Elsässer Spezialitäten: Rösti und Flammkuchen. Aber im Elsass versteht man unter Roesti nicht das gleiche wie bei uns in Deutschland;

Rösti sind geriebene Kartoffeln und Crème Fraiche in einer Ofenpfanne mit Käse überbacken. Je nach Variation wird das Ganze noch durch verschiedene Zutaten ergänzt: Für mich gab’s „Rösti Grand-Mère“ mit Speck und Spiegelei.

Das Schwendi ist wirklich ein hübsches, rustikales Gasthaus und wenn man mal in Colmar ist, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall! 🙂

 

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Und falls ihr euren Lieben eine typische Elsässer Spezialität mitbringen wollt, dann schaut doch mal bei Poulaillon vorbei und kauft einen wunderbaren Gugelhupf – den gibt es in herzhaften und in süßen Varianten. 🙂

 

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Das war’s auch schon, der Tag neigte sich dem Ende und spät am Abend fielen wir todmüde ins Bett.

Gerade zur Adventszeit lohnt sich ein Kurztrip in diese malerische Stadt auf jeden Fall!

 

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