Paris von oben

Wie in den meisten Großstädten, gibt es auch in Frankreichs Hauptstadt zahlreiche Möglichkeiten, Paris von oben zu bestaunen. In diesem Artikel erzähle ich euch, welche Aussichtspunkte sich besonders lohnen und wo auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Montmartre

Fragt man mich nach meinen absoluten Lieblingsplätzen in Paris, dann bekommt man immer auch ein glücklich seufzendes „Montmartre“ zu hören. Das Quartier rund um Sacré Coeur ist einfach traumhaft schön, wenn auch leider so gut wie immer vollkommen belagert von Touristen.

Der Montmartre, von den Parisern liebevoll auch „la Butte“ (=der Hügel) genannt, ist ein Berg im Norden der Stadt (18. Arrondissement). Geziert wird der Montmartre von einem berühmten Bauwerk, der Kirche Sacré Coeur.

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Den Montmartre erreicht man am besten mit der Métro 2 bis Anvers oder mit der Métro 12 bis Abbesses. Um ein paar Treppenstufen kommt man allerdings trotz Métro nicht herum – es sei denn man entscheidet sich für die funiculaire, die Seilbahn, die einen bequem bis fast ganz oben bringt.

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Wenn ich dort oben bin, dann geht mein Herz auf. Dann liegt mir die Stadt zu Füßen und ich weiß, dass ich zu Hause bin. Ich könnte wirklich stundenlang hier oben verweilen und mich einfach nur berieseln lassen. Von den verschiedenen Klängen der Straßenmusiker, vom touristischen Stimmengewirr und von dem wunderbaren Gefühl, das mich immer heimsucht, wenn ich in Paris bin.

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Trotz der Touristenmassen habe ich unglaublich viele schöne Momente auf den Treppen vor der großen weißen Kirche verbracht und die großartige Aussicht genossen, den Musikern zugehört und den Ballkünstler beobachtet.

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Möchte man ein bisschen mehr Ruhe vor den Menschenmengen haben, so muss man bloß ein bisschen weiter spazieren, als bis zum Sacré Coeur. Westlich von der Kirche gelangt man schnell auf die Place du Tertre, auf der sich tagtäglich Künstler versammeln und Porträts und andere Bilder anbieten. Hat man den Platz einmal überquert, so wird es langsam ruhiger und man kann die kleinen Gassen ganz entspannt genießen.

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Galeries Lafayette

Die Galeries Lafayette in Paris (Boulevard Hausmann, 9. Arrondissement) gehören zu den berühmtesten Kaufhäusern der Welt. Auf 6 Etagen findet man hier alles was das Mode- und Beautyherz begehrt. Wie üblich, findet man im Erdgeschoss überwiegend Kosmetika und Parfums von sämtlichen Luxusmarken. Auf den weiteren Etagen, von denen man übrigens sehr gut hinunter in die Mitte des Erdgeschoss blicken kann, findet man dann alle erdenklichen Kleidungsstücke, Dekoartikel, Schreibwaren usw.

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Von der obersten Etage gelangt man auf die große Dachterrasse des Kaufhauses und erhält einen wahnsinnig tollen Ausblick über die ganze Stadt. Vom Arc de Triomphe im Westen der Stadt über den Eiffelturm, die Opéra Garnier direkt gegenüber, Notre Dame und Centre Pompidou bis hin zu Sacré Coeur im Norden, kann man Paris von oben hier besonders genießen.

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Das Beste: Auf der Terrasse gibt es zahlreiche Sitzgelegenheiten, sodass man hier hervorragend eine Weile entspannen kann. Und der Zutritt ist sogar kostenlos! 🙂

Die Galeries Lafayette erreicht ihr am besten mit den Métrolinien 7 oder 9 bis Chaussée d’Antin / Lafayette.

Arc de Triomphe

Der Arc de Triomphe liegt am einen Ende der berühmten Prachtstraße Champs Elysées, die von der Place de la Concorde zum Triumphbogen führt. Napoleon ließ ihn 1806 zur Verherrlichung seiner Siege erbauen und seitdem trohnt der Arc de Triomphe auf der Place Charles de Gaulle. Dieser Platz wird auch „Charles de Gaulle Etoile“ genannt, weil von ihm 12 Avenues sternförmig ausgehen.

Rund um den Arc de Triomphe befindet sich ein viel befahrener Kreisverkehr, den man zu Fuß nicht überqueren kann. Stattdessen erreicht man den Triumphbogen durch eine Unterführung die von den Champs Elysées ausgeht.

Ist man jünger als 18 Jahre oder unter 25jähriger EU-Bürger, so erhält man kostenlosen Zutritt zur Aussichtsplattform des Arc de Triomphe. Normalerweise kostet der Eintritt 12€, ermäßigt 9€.

Mehr Infos zu den Öffnungszeiten & Tarifen findet ihr hier. 

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Der Weg zur Aussichtsplattform ist zugegebenermaßen kein leichter: Er führt über eine sehr enge und steile Wendeltreppe hoch hinauf und lässt nicht besonders viel Raum für kurze Pausen. Mein Tipp: Startet nicht zu schnell, sondern sucht euch ein angenehmes, gleichmäßiges Tempo und guckt nicht zu oft nach oben. 🙂

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Die Aussicht, die sich einem dann bietet, ist wirklich umwerfend: Allein der Blick die Champs Elysées entlang ist schon der Wahnsinn. Man kann die ganze Stadt überblicken und zumindest im Westen auch noch darüber hinaus. Die Skyline von La Défense ist ein absoluter Blickfang.

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Auch abends lohnt sich der Aufstieg:

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Den Arc de Triomphe erreicht ihr am besten mit der Métro 2 oder 6 bis zur Station Charles de Gaulle Etoile.

Notre Dame

Einen weiteren wunderschönen Ausblick hat man von der berühmten Kirche Notre Dame, die das Herzstück der Stadt bildet. Sie befindet sich auf einer der beiden Seine-Inseln, der Ile de la cité, wurde 1345 fertiggestellt und zählt somit zu den frühesten gotischen Kirchen Frankreichs.

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Nicht nur das Innere der Kathedrale ist einen Besuch wert, sondern auch das Erklimmen der beiden Türme lohnt sich.

Die Preise sind hier ähnlich wie beim Arc de Triomphe: Der volle Preis beträgt 10€, ermäßigt 8€. Für unter 18 Jährige und unter 25 Jährige EU-Bürger ist der Eintritt zu den Türmen kostenlos.

Mir persönlich gefällt die Aussicht von Notre Dame mit am besten. Das liegt ganz einfach daran, dass Notre Dame genau in der Mitte der Stadt liegt und man somit runderhum einen hervorragenden Blick hat. Wir hatten leider Pech mit dem Wetter, daher sind die Fotos recht grau, aber bei blauem Himmel ist die Sicht sicher noch beeindruckender. 🙂

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Notre Dame erreicht ihr am besten mit der Métro 4 bis Cité oder ihr fahrt mit der 1 oder der 11 bis zum Hôtel de Ville und spaziert über die Brücke Pont d’Arcole, dann landet ihr direkt vor der Kathedrale.

Institut du Monde Arabe

Last but not least: Das Institut du Monde Arabe ist den meisten Touristen vermutlich eher unbekannt. Dabei lohnt es sich! Es besticht schon durch eine sehr interessante Architektur und befindet sich am Ufer der Seine (rive gauche) im 5. Arrondissement. Neben den spannenden Ausstellungen über die arabische Welt und dem recht großen Museumsshop bietet das Institut du Monde Arabe auch eine gute Gelegenheit, Paris von oben zu betrachten: Die Aussichtsplattform oben auf dem Gebäude lädt dazu ein, einen großen Teil der Stadt zu bestaunen. So sieht man zB. linkerhand ganz nah Notre Dame auf der Ile de la cité und direkt gegenüber die Ile St. Louis.

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Mehr Infos zum Institut du Monde Arabe gibt es hier. 

Am besten erreicht ihr das Institut du Monde Arabe mit der Métro 7 bis Sully Morland oder Jusieu oder aber mit der 10 bis Cardinal Lemoine.

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dem ein oder anderen bei den Vorbereitungen für einen spannenden Paris-Trip. Sollten noch Fragen zum Thema „Paris von oben“ offen sein, schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich freu mich immer über Feedback jeglicher Art! 🙂


Ein Buch, das ich unbedingt jedem Paris-Besucher ans Herz legen möchte, ist „Paris-Spaziergänge“ von Hella Broerken.
Hier beschreibt die Autorin 10 wunderschöne Spaziergänge, auf denen man Paris abseits der üblichen Touristenrouten erleben kann.  Mir hat dieses Buch während meiner Paris-Zeit sehr viel Freude bereitet. 🙂


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