3 Wochen Neuseeland: Meine Tipps für die Nordinsel

Nach 9 Wochen Australien ging es für uns Anfang November von Sydney rüber nach Auckland. Für Neuseeland blieben uns gerade mal 3 Wochen, bis unser Flug von Melbourne zurück nach Deutschland ging. Deshalb wollte ich ursprünglich eigentlich gar nicht nach Neuseeland, da ich da eigentlich eine eigene, längere Reise draus machen wollte. Aber wie das dann so ist: Wenn man schonmal da ist… 😉

Neuseelands Nordinsel: (Krank in) Auckland

Und schwups, fanden wir uns in Auckland wieder. Eine mittelgroße Stadt, die nicht allzu viel zu bieten hat – aber Neuseeland lohnt sich eben vor allem für die tolle Natur, nicht so sehr für die Städte. Da ich seit Sydney nach wie vor krank war, hatte ich mir zur Abwechslung mal ein Einzelzimmer gebucht, in der Hoffnung mich mal ein bisschen auskurieren zu können. Unseren einzigen Abend in Auckland verbrachte ich somit im Bett und genoss die Ruhe und vor allem den vielen Platz für mein Gepäck 😀 Von Auckland habe ich daher nichts mitbekommen, aber ob ich da so viel verpasst habe, wage ich mal zu bezweifeln.

Am nächsten Morgen nach dem Check Out begaben Chrissy und ich uns per Uber zu Escape Campervans, denn dort hatten wir schon von Deutschland aus mit Hilfe von STA Travel unseren Camper für die nächsten drei Wochen gebucht. Nach einer kurzen Einführung konnte unser Roadtrip auch schon weiter gehen. Unseren neuen Camper tauften wir Bruce und er gefiel uns wirklich gut – Bunt bemalt und klein aber fein 🙂

Neuseelands Nordinsel: Bay of Islands

Unser erstes Ziel auf Neuseelands Nordinsel war die Bay of Islands. Wir steuerten auf Empfehlung hin einen Campingplatz in Paihia an, direkt an den Haruru Falls. Glücklicherweise ergatterten wir sogar einen Stellplatz mit Blick direkt auf den Wasserfall! Der Platz war wirklich schön.

Den nächsten Tag wollten wir eigentlich mit einer gemeinsamen kleinen Wanderung beginnen, aber da ich immer noch ziemlich krank war und die ganze Nacht vor lauter Husten kaum geschlafen hatte, kam ich nicht so richtig aus dem Bett und Chrissy startete die Wanderung alleine. Als ich später etwas fitter war, zog ich ebenfalls los und genoss die Einsamkeit auf meinem Weg von den Haruru Falls nach Waitangi.

Insgesamt war ich etwa drei Stunden unterwegs und muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht war von der Bay of Islands. Allerdings war auch richtiges Schmuddelwetter, das die Bay of Islands bestimmt auch ein ein sehr unvorteilhaftes Licht gerückt hat. Bei schönem Wetter wäre mein Urteil sicher anders ausgefallen 🙂 Die kleine Wanderung von den Haruru Falls nach Waitangi ist auf jeden Fall sehr entspannt und empfehlenswert!

Neuseelands Nordinsel: Coromandel Peninsula

Am nächsten Morgen starteten wir dann gegen 10Uhr in Richtung Coromandel Peninsula, einer wunderschönen Halbinsel im Nordosten Neuseelands. dank der Campermate App hatten wir einen kostenlosen Stellplatz ausfindig machen können (Cathedral Cove Carpark, Gange Road in Hahei), von dem aus sich uns eine tolle Sicht auf das Meer boot. Gleichzeitig war hier auch der Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung zur Cathedral Cove, einer Art Tunnel im Felsen unten am Strand, der übrigens traumhaft schön ist. Das war wirklich schön, aber für mich Hustelinchen auch ganz schön anstrengend.

Weiter ging zum Hot Water Beach, einem wirklich außergewöhnlichen Strand. Unter dem Sand befindet sich nämlich heißes, blubberndes Thermalwasser. Deshalb buddeln sich hier zahlreiche Menschen große Löcher und haben so ihren eigenen kleinen Whirlpool. Aber Achtung, das Wasser ist wirklich sehr heiß!!

Neuseelands Nordinsel: Taupo 

Mangels Zeit und Schaufel sahen wir allerdings davon ab, einen kleinen Pool zu bauen und fuhren weiter nach Taupo zu Neuseelands größtem See, der ziemlich mittig auf der Nordinsel liegt. Hier wollten wir eigentlich zusammen die 19,4 km lange Tongariro alpine Crossing Wanderung machen, aber da ich von Tag zu Tag kränker wurde, war mir das leider nicht möglich. 🙁 Chrissy zog alleine los und war ganz begeistert von der Tour – sollte ich nochmal nach Neuseeland reisen, werde ich das auf jeden Fall nachholen!

Ich verbrachte den Vormittag stattdessen in der Notaufnahme, weil sämtliche Ärzte mich nicht behandeln wollten und weggeschickt hatten. Im Krankenhaus waren zum Glück alle sehr nett und zuvorkommend. Das Ergebnis: Ich war wegen einer verschleppten Mandelentzündung (Danke Sydney, haha) knapp an einer Lungenentzündung vorbeigeschlittert und sollte die nächsten zehn Tage Antibiotikum nehmen. Es stand also weiterhin Schonen auf dem Programm.

Am Nachmittag entschloss ich mich dann, eine ganz gemütliche Bootstour zu den Huka Falls zu machen, was wirklich sehr schön und entspannt war. Die Huka Falls sollte man auch unbedingt besichtigen, wenn man auf der Nordinsel unterwegs ist 🙂

Den nächsten Tag begannen wir mit einem Besuch der „Craters of the Moon“. Hier wandert man etwa eine Stunde durch sehr schöne Natur, wo es aufgrund heißer Quellen aus dem Boden dampft! Sehr mystisch und beeindruckend 🙂 Es sieht ein bisschen so aus, wie in meiner Heimat nahe des Hohen Venns, aber zusätzlich dampft es eben ganz schön kräftig.

 

Neuseelands Nordinsel: Mount Taranaki

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Westen, wo wir die Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Mount Taranaki verbrachten. Von diesem riesigen kegelförmigen Berg hatten wir uns einiges versprochen, aber leider war dieser sowohl am Abend, als auch am nächsten Morgen komplett wolkenverhangen und somit hatte sich die Fahrt dorthin leider überhaupt nicht gelohnt 🙁 Zudem stürmte es so sehr, dass der Aufenthalt dort auch sonst leider nicht besonders gemütlich war 😀 Wir entschieden uns dennoch für eine kleine Mini-Wanderung zu den nahegelegenen Dawson Falls – kann man machen, wenn man viiiiiel Zeit hat, ist jetzt aber nicht unbedingt ein Muss.

Anschließend ging es auch schon weiter nach Wellington, dem letzten Stop auf der Nordinsel. Zum Glück konnten wir auf dem Rückweg vom Mount Taranaki in Stratford nochmal einen kurzen Blick durch die Wolken auf den großen Vulkan werfen – na immerhin! 🙂

Neuseelands Nordinsel: Wellington

In Wellington angekommen nächtigten wir auf dem Hinterhofparkplatz eines Hotels und chillten den Rest des Abends im Van – ich war ja schließlich immer noch krank, herrje. Den nächsten Tag in Wellington begannen wir mit einem Spaziergang zum Mount Victoria, von dem aus man eine tolle Sicht auf Neuseelands Hauptstadt genießen kann. Dort machten wir uns auf die Suche nach einer Schaukel, die Chrissy auf Instagram entdeckt hatte. Gerade, als wir die Suche aufgegeben hatten, entdeckte Chrissy die Schaukel mit ihren Argusaugen doch noch und so legten wir erstmal ein ausgiebiges Fotoshooting ein. 🙂

Danach schlenderten wir ein bisschen durch die Stadt, die leider recht unspektakulär ist. Ich glaube, Städte können die Neuseeländer einfach nicht so gut 😀 In der sehr schönen und belebten Cuba Street legten wir ein Mittagspäusschen ein und plauderten am Tisch eines Irish Pubs sehr nett mit Annette und Dieter aus dem Münsterland (Liebe Grüße an euch zwei!).

Anschließend flanierten wir noch Richtung Hafen und fielen dann wie immer früh ins Bettchen. Das war auch gut so, denn am nächsten Tag sollten wir schon um 7Uhr an der Fähre sein, die uns rüber zur Südinsel bringen würde.

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