Krank im Urlaub – Was gehört in meine Reiseapotheke?

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Normalerweise werde ich auf Reisen nicht krank – normalerweise reise ich aber auch nicht monatelang. Je länger die Reise, desto größer das Risiko, sich irgendetwas Blödes, Nerviges und total Unnötiges einzufangen. So ging es mir auch während meiner dreimonatigen Reise durch Australien und Neuseeland.

Die ersten sechs Wochen lief alles ganz hervorragend, neben ein paar kleinen üblichen Wehwehchen wie Mückenstichen oder Sonnenbrand hatte ich absolut nichts zu Jammern. Bis ich dann irgendwann einen ziependen Ausschlag auf meinem Rücken feststellte, und mich sofort an die Gürtelrose erinnerte, die ich mit 11 mal hatte. Es war dann tatsächlich wieder eine Gürtelrose, die ich 10 Tage lang medikamentös behandeln musste. Nervig, aber okay. Kurz darauf fing ich mir dann dank einiger Nächte unter einer blöden Klimaanlage im Hostel eine dicke Mandelentzündung ein und musste somit in Neuseeland noch einmal zum Arzt. Das Ergebnis: 10 Tage Antibiotikum.

Insgesamt war ich also die letzten 4-5 Wochen der Reise nicht so richtig fit und meine kleine Reiseapotheke war anschließend ganz schön leer. Antibiotikum oder Medikamente gegen Gürtelrose waren darin natürlich sowieso nicht enthalten, aber es gibt schon ein paar Dinge, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten. Am besten deckt ihr euch vor einer längeren Reise einfach mit dem Wichtigsten ein – dazu müsst ihr ja nicht mal in eine Apotheke, sondern zB. bei der Shop-Apotheke geht das ganz bequem vom Sofa aus 🙂

 

Was in meiner Reiseapotheke niemals fehlen darf

Bei der Frage, was alles in eine Reiseapotheke gehört, gehen die Meinungen weit auseinander – die einen nehmen gar nichts mit, die anderen sind auf wirklich jede Eventualität bestens eingerichtet. Ich würde sagen, ich befinde mich bei alldem irgendwo in der Mitte 🙂

  • Aloe Vera Gel – hilft bei Wehwechen jeglicher Art: Egal ob Verbrennungen, Ausschlag, Mückenstiche  oder Aphten; Aloe Vera ist wahrhaftig ein Allheilmittel!
  • Nasenspray / Nasentropfen – Es gibt wohl kaum etwas nervigeres, als mit verstopfter Nase unterwegs zu sein
  • Schmerzmittel – Meist nehme ich Ibuprofen mit, da ich häufig Mandelentzündungen habe und Ibuprofen zusätzlich entzündungshemmend ist
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen – ich empfehle Dolodobendan
  • Hustenlöser – Ich nehme immer ACC akut
  • Pflaster – Blasenpflaster und wasserfeste Pflaster, manchmal auch Kinderpflaster, denn die sind einfach viiiiieeeel cooler!
  • Mückenschutz – Je nach Reiseland empfehle ich, den Mückenschutz erst dort zu kaufen, da die jeweiligen Destinationen einfach besser ausgerüstet sind, als wir hier in Deutschland. Ein Fläschchen Autan kann aber bestimmt nicht schaden.
  • Fenistil oder Soventol – Gegen Mückenstiche

Natürlich hilft das alles nichts, wenn man wirklich richtig krank wird, denn dann sollte man definitiv einen Arzt aufsuchen. Das ist zwar auch nervig und meist muss man die Bezahlung vorstrecken, aber wenn man eine ordentliche Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat, läuft die Rückerstattung in der Regel problemlos. Außerdem sollte man an seiner eigenen Gesundheit schließlich niemals sparen. 🙂

 

Über seine Reiseapotheke muss jeder für sich entscheiden

Zusätzlich muss natürlich auch jeder für sich entscheiden, zu welchen Krankheiten er neigt und was entsprechend in seine Reiseapotheke gehört. Auch die Länge der Reise spielt eine Rolle – wie schon gesagt: Je länger die Reise, desto größer das Risiko, krankzuwerden. Bisher war ich fast nur in Ländern, die medizinisch auf einem ähnlichen Level wie Deutschland sind, insofern konnte ich dort auch immer problemlos in die nächste Apotheke spazieren, falls ich doch noch etwas zusätzlich brauchte. Wer allerdings in Länder mit einem niedrigeren Standard reist, sollte im Zweifel besser doch noch das ein oder andere Medikament zusätzlich einpacken.

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