Hommage ans Campen

Barfuß laufen, auf dem Gaskocher kochen, frische Luft von früh bis spät, abends mit einem Bierchen in der Hängematte chillen, morgens zu Fuß Baguette holen, Freiheit pur und absolute Flexibilität – das ist für mich Camping.

 

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Das alles liebe ich so an meinen Urlauben. Man kann tun und lassen was man will, man frühstückt, wann man Lust hat, mal um 8, mal um 11. Und manchmal auch noch im Schlafanzug. Wen kümmert’s?

Wenn’s mir irgendwo gefällt, bleibe ich dort. Wenn nicht, fahr ich einfach weiter.

„Buchen“ ist für mich nahezu ein Fremdwort wenn’s um Urlaub geht. Zumindest was Europa betrifft. Ich schwing mich einfach ins Auto und los geht’s. Wie lange? Keine Ahnung. Ende offen. Bis ich keine Lust oder kein Geld mehr habe.

Und wenn das Wetter schlecht ist? Dann fahr ich halt woanders hin.

 

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Camping bedeutet für mich nicht nur eine Art zu Reisen, sondern fast schon ein Lebensgefühl.

Morgens inmitten der Natur aufwachen und abends genau dort wieder einschlafen. Man wacht in seinen eigenen vier Wänden auf, und ist doch ständig woanders. Wenn man einschläft, hört man noch das Rauschen des Meeres und den Wind in den Bäumen. Und morgens wird man nicht selten von Vogelgezwitscher geweckt.

Bei vielen stößt jedoch genau das auf Unverständnis: Im Urlaub selbst kochen? Viel zu stressig! Im Wald zelten? Total dreckig! 12 Stunden Autofahrt? Boah neee…

Doch irgendwie macht gerade das einen richtig schönen Urlaub für mich aus.

Das allseits beliebte Argument „Beim Campen lebt man ja im Dreck“ – ist für mich totaler Quatsch. Es ist jedem selbst überlassen, ob er sein Zelt, den Wohnwagen oder den Bulli sauber hält oder nicht. Aber wenn in meinem Schlafsack Sand ist, dann weiß ich wenigstens, dass ich ihn selbst darein getragen habe. Wenn, dann lebe ich immerhin in meinem eigenen Dreck. 😉

Und auch die langen Autofahrten stressen mich nicht – im Gegenteil: Ich liebe sie! Für mich beginnt jeder Urlaub in dem Moment, in dem das Auto fertig gepackt ist und ich hinterm Steuer sitze.

Wenn man dann einen schönen Campingplatz gefunden hat, finde ich es immer ein bisschen aufregend, wie der Stellplatz wohl aussehen wird. Gibt es passende Bäume für die Hängematten? Werden wir nette Nachbarn haben? Wie weit ist es zum Waschhaus? Manchmal hat man Glück, und darf sich den Stellplatz sogar selbst aussuchen. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.

Nach kurzer Besprechung, wie man das Lager für die nächsten Tage am besten aufbaut, kann der Urlaub so richtig beginnen. Total entspannt, frei und flexibel.

Und irgendwann werde ich mir einen eigenen Bulli kaufen. Aber bis dahin tuts auch ein Zelt. 🙂

 

Camping La Vetta

 

Danke, liebes Camping, dass es dich gibt! Ich hab dich sehr, sehr gern. 🙂

 

 

2 thoughts on “Hommage ans Campen

  1. Hey. Sehr schön geschrieben. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einem der diversen Campingplätze dieses tollen Planeten 🙂
    Grüße, Tim

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