Ein Tag in Basel

Von Colmar aus ist es nicht weit in die Schweiz und da Basel direkt hinter der Grenze liegt, machte ich mich eines Samstags mit zwei Freundinnen dorthin auf. Hier erfahrt ihr, was man an einem Tag in Basel alles so anstellen kann. 🙂

Mit dem Zug kommt man von Colmar aus für 14€ (je nach Alter und Abonnement auch günstiger, mit meiner carte jeune konnte ich für 7€ fahren) innerhalb von etwa einer Stunde bequem nach Basel.

Dort angekommen, besuchten wir zunächst einmal das direkt am Bahnhof gelegene Tourist Office, da wir alle drei keine Ahnung hatten, womit wir unseren Tag in Basel beginnen sollten. Die freundliche Dame am Schalter zeigte uns auf einer Karte die verschiedenen Highlights der Stadt, sowie verschiedene Stadtrundgänge und schon konnte es losgehen. Die Stadtrundgänge sind gut ausgeschildert und geben einem einen guten Überblick über die verschiedenen Bereiche der Stadt. Genauere Infos dazu findet ihr hier.

Ein Tag in Basel: Elisabethenkirche & Tinguely Brunnen

Wir machten uns auf ins Stadtzentrum und folgten zunächst dem blauen Weg. In der Elisabethenkirche legten wir einen Stopp ein. Im Tourist Office hatten wir nämlich erfahren, dass man den 70,5m hohen Turm dieser offenen Kirche erklimmen und von dort aus eine wahnsinnig tolle Aussicht über Basel genießen kann. Diese wollten wir uns nicht nehmen lassen und begannen den Aufstieg. Zunächst verlief dieser noch recht angenehm, aber mit der Zeit wurden die Treppen immer steiler und die Gänge immer enger, sodass wir froh waren, als wir die Aussichtsplattform erreicht hatten. Die Aussicht lohnt sich wirklich und ich kann jedem Basel-Besucher nur empfehlen, die 228 Stufen in Kauf zu nehmen 🙂

Aussicht von der Elisabethenkirche
Aussicht auf das Basler Münster

Unten in der Kirche fällt sofort auf, dass es sich nicht (mehr) um eine klassische Kirche handelt: Denn hier befindet sich ein nettes kleines Café, das seine Tische bis ins Kirchenschiff hinein aufgestellt hat. Im sonnigen Außenbereich des Cafés gönnten wir uns einen leckeren Kakao mit Sahne, denn im März war es doch noch recht frisch, und verweilten kurz, bevor es weiter Richtung Stadtzentrum ging.

In der Kirche befindet sich auch ein Café
Im sonnigen Außenbereich gönnten wir uns einen leckeren Kakao

Auf unserem Weg kamen wir zunächst am Tinguely Brunnen vorbei, der den Theaterplatz Basels seit 1977 ziert. Benannt ist er nach dem Schweizer Künstler Jean Tinguely, der den Brunnen dort erbaute. Er besteht aus zehn maschinellen Skulpturen, die sich teilweise sogar bewegen und kleine Wasserfontänen durch die Luft sprühen, während die Bänke um den Brunnen herum zu einer kleinen Sonnenpause einladen.

Der Tinguely Brunnen, im Hintergrund die Elisabethenkirche

Ein Tag in Basel: Die historische Altstadt

Weiter ging es ins historische Herz der Stadt. Am Barfüsserplatz bogen wir links in die Straße Steinenvorstadt ein und bummelten ein bisschen bei Only und Vero Moda, aber der Rest der Straße gefiel uns nicht so gut, weswegen wir wieder kehrt machten und vom Barfüsserplatz aus in die andere Richtung weiterzogen. Der Barfüsserplatz ist übrigens einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Basel: Hier fahren gleich 8 Tramlinien vorbei!

Wir schlenderten von hier aus die Gerbergasse entlang, eine wirklich nette, kleine Gasse mit vielen süßen Läden und Boutiquen. Diese Gasse brachte uns bis zum Marktplatz, auf dem tatsächlich gerade ein Markt stattfand – eine tolle Kulisse vor dem beeindruckenden Rathaus aus rotem Sandstein.

Die Gerbergasse im Herzen Basels
Das Rathaus am Marktplatz

Von hier aus war es dann nicht mehr weit bis zum Rhein: Wir bogen in die Eisengasse ein und fanden uns an der Mittleren Brücke wieder:

Die Mittlere Brücke

Wir überquerten den Rhein und vom Hunger getrieben ließen wir uns auf der anderen Rheinseite auf der sonnigen Terrasse eines netten Restaurants nieder. Die Preise waren hier, wie überall in Basel, typisch schweizerisch, aber wir hatten ja sozusagen Urlaub und ließen uns daher die Stimmung von den wirklich extrem hohen Preisen nicht vermiesen.

Frisch gestärkt mit Burgern und Omelette, machten wir uns wieder auf den Weg und flanierten den „oberen Rheinweg“, eine süße Promenade direkt am Rheinufer, entlang.

Der obere Rheinweg

Von dort aus bot sich uns schöne Aussicht auf das große Basler Münster auf der gegenüberliegenden Flussseite. So spazierten wir bis zur nächsten Brücke, der Wettsteinbrücke, um uns dann das Münster anzusehen. Wenn man nicht wie wir die Brücken zur Überquerung des Rheins nutzen möchte, kann man auch eine kleine Fähre wählen, die einen vom einen Ufer zum anderen befördert.

Aussicht von der Wettsteinbrücke

Ein Tag in Basel: Das Basler Münster

Auf der anderen Rheinseite angekommen, fanden wir uns nach einer kurzen Steigung vor dem großen Münster wieder. Das Basler Münster ist nicht nur eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt, sondern zugleich auch ihr Wahrzeichen. Wie das Rathaus, ist auch das Münster aus rotem Sandstein erbaut worden und prägt zudem durch die bunten Ziegel und die beiden großen Kirchtürme das Stadtbild.

Der direkt vor der Kirche liegende Münsterplatz rundet dieses schöne Fleckchen von Basel ab. Von der anderen Seite des Münsters aus hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Rhein. Dorthin gelangt man durch den Kreuzgang des Münsters, der täglich von 8h bis 20h geöffnet ist. Mehr Infos zu Öffnungszeiten und Geschichte des Münsters findet ihr hier.

Das Basler Münster und der Münsterplatz

Vom Münsterplatz aus spazierten wir die Augustinergasse hinunter, die irgendwann zum „Rheinsprung“ wird und an der Mittleren Brücke auskommt. Wir gingen zurück zum Marktplatz und wählten nicht wieder die Gerbergasse, sondern diesemal die Freie Straße, denn ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass sich unsere Zeit in Basel schon bald dem Ende neigte.

Ein Tag in Basel: Einkaufsmeile Freie Straße

In der Freie Straße kommt man an Shoppingmöglichkeiten nicht vorbei und auch wir bummelten eine Weile die größte Einkaufsmeile von Basel entlang. Hier findet man alle großen Modeketten und es lässt sich wirklich gut flanieren. Bei einem Straßenkünstler konnte man sich ein Gedicht auf einer Schreibmaschine schreiben lassen, dazu musste man ihm nur ein Stichwort nennen.

Die Freie Straße führt noch weiter bis zum Bankverein, unweit der Elisabethenkirche und dem Tinguely Brunnen. Wir bogen jedoch schon vorher ab und gönnten uns unweit des Barfüsserplatz noch eine Runde Kaffee und Kuchen, bevor wir schließlich den Rückweg zum Bahnhof antraten.

 

Insgesamt ist Basel wirklich eine schöne Stadt und ich denke an einem Tag kann man dort auch schon ganz schön viel sehen. 🙂

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