Caddy Campingausbau #1: Die Bodenplatte

Campingausbau Bodenplatte: Material, Kosten, Werkzeug

Fotokarton:  ca. 14€ // Siebdruckplatte Birke 15mm: ca. 50€ // PVC: ca. 25€

Werkzeug: Geodreieck, Zollstock, Akkuschrauber, Stichsäge, Exzenterschleifer oder alternativ Schleifpapier, Teppichmesser

Campingausbau Bodenplatte: Die Schablone

Die Basis für den kompletten Campingausbau meines Caddy sollte eine Bodenplatte bilden, auf der alles andere fest montiert wird. So muss man nicht ins Auto schrauben und hat eine ebene Grundlage für den Ausbau.

Um die Bodenplatte anzufertigen, galt es zunächst, eine entsprechende Schablone zu erstellen. Dafür kaufte ich einige Bögen Fotokarton ein (alte Kartonreste tun es auch). Gemeinsam mit meinem Papa, der mich bei diesem Projekt tatkräftig unterstützt und wunderbarerweise einen Großteil der Planung und Umsetzung in die Hand genommen hat, wurde der Caddy dann ausführlich vermessen. Das Tückische an einem Auto ist leider, dass Seitenwände selten parallel laufen und der ganze Aufbau auch nicht ganz symmetrisch ist. Die Mitte der Ladefläche liegt beispielsweise nicht da, wo wir sie vermutet hätten, nämlich da wo die Heckklappe einrastet, sondern ein Stückchen weiter links. (oder war es rechts?)

Die ermittelten Maße übertrugen wir auf eine kleine Handskizze, und anschließend dann auf die aneinandergeklebten Fotokartons. Das klingt ganz schön easy, wenn ich es so schreibe, aber das war es nicht! Man muss schon sehr gut aufpassen und die Gedanken beisammen halten, damit das auch alles richtig funktioniert. Als alle Maße übertragen waren, schnitten wir die Schablone aus und siehe da: nach 6 Stunden Arbeit passte sie ziemlich genau ins Auto 🙂

Campingausbau Bodenplatte: Das Holz

Das Holz der Bodenplatte sollte vor allem stabil und trotzdem vom Gewicht her einigermaßen leicht sein. Deshalb fiel unsere Wahl auf eine 15mm Siebdruck Platte aus Birkenholz.

Um diese nun dem Caddy anzupassen, befestigten wir unsere Schablone mit Klebeband auf dem Holz und zogen ordentliche Konturen. Entlang dieser Linien wurde dann die Bodenplatte mit der Stichsäge ausgesägt und anschließend abgeschliffen.

Da uns die Schablone wirklich gut gelungen war, passte die Platte auch mehr oder weniger auf Anhieb perfekt ins Auto – hurra! Allerdings lag sie zunächst noch auf den Befestigungen der Rücksitzbank auf, was zu Instabilität führte und somit behoben werden musste. Deshalb nahmen wir nochmal genau Maß, wo sich diese Befestigungsvorrichtungen befanden und übertrugen dies wiederum auf die Platte, um anschließend entsprechende Löcher in die Platte zu sägen.

Ein Aspekt bei der Bodenplatte ließ uns jedoch keine Ruhe: Wie konnten wir gewährleisten, dass man auch trotz Bodenplatte noch an den Stauraum hinter Fahrer- und Beifahrersitz drankam? Dort sind nämlich unter den Fußmatten noch kleine Fächer eingebaut, die wir natürlich nutzen und nicht verbauen wollten. Ich glaube, wir haben so ziemlich jede Form von Klapplösung diskutiert, aber eine wirklich optimale Lösung kam uns einfach nicht in den Sinn. Es gab immer wieder Gegenargumente und eine Menge Stabilität wäre durch solche Klappen verloren gegangen. So zogen einige Tage ins Land, bis wir spontan auf die Idee kamen, die Platte einfach so zu verkürzen, dass man direkt an die Fußmatten-Fächer dran kommt. Wieso wir da nicht früher drauf gekommen sind? Keine Ahnung 😀 So ist es jedenfalls ideal!

Campingausbau Bodenplatte: Der Bodenbelag

Die Platte war schnell verkürzt und angepasst, sodass wir uns anschließend schon dem Bodenbelag widmen konnten: PVC in heller Holzoptik, damit es schön freundlich und gemütlich wird. Damit die Aussparungen, die wir für die Rücksitzbefestigungen gesägt hatten, nicht stören und unter dem PVC für Dellen sorgten, deckten wir diese mit dünnen Blechen, die wir in die Platte schraubten, ab.

Den PVC Belag schnitten wir dann direkt auf der Platte zu und befestigten ihn mit doppelseitigem Klebeband.

Um die Platte am Auto zu befestigen, nutzten wir die Vorrichtungen im „Kofferraum“, die bei einem Nutzfahrzeug wie dem Caddy der Ladungssicherung dienen. Dort verschraubten wir die Platte ganz einfach.

 

Zum Schluss befestigten wir entlang der Kanten der Bodenplatte noch unauffällige, zum PVC passende Kunststoffprofile, damit die Platte auch einen ordentlichen Abschluss hat 🙂

 

 

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