Bulli-Tagebuch Teil 1: Lago di Como, Levanto, Monterosso

Wie immer setzte das Reisefeeling in dem Moment ein, als das Auto fertig gepackt war. Nur diesmal handelte es sich bei dem Auto nicht um mein kleines süßes Twingomobil, sondern um den VW Bulli meiner Eltern.

Chiara saß neben mir, ich guckte sie an und fragte: „Ready for take-off?“, sie grinste nur und sagte „Aber sowas von!“ und dann rollten wir langsam los.

Wir starteten ganz gemütlich gegen 9:30Uhr und die Fahrt gestaltete sich ganz angenehm: es gab kaum Stau und das Wetter war hervorragend.

 

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Wir fuhren vor uns hin, immer weiter Richtung Süden, bis wir uns kurz nach dem Gotthardtunnel überlegten, wo wir die Nacht verbringen könnten. Ein kurzer Blick auf die Landkarte sagte uns, dass es nicht mehr weit bis zum Lago di Como war.

 

Eine Nacht am Lago di Como

Also änderten wir kurzerhand das Ziel im Navi und weiter ging’s. Kurz hinter Lugano begannen wir dann doch schon früher als gedacht mit der Suche nach einem Campingplatz, aber die Suche blieb erfolglos. So fuhren wir eine Weile die sehr kurven- und tunnelreiche Straße am Lago di Lugano entlang und hielten bei zahlreichen Campingplätzen aber die waren leider alle noch im Winterschlaf und noch nicht geöffnet.

So kam es, dass wir die erste Nacht gezwungenermaßen am Straßenrand verbrachten. Aber es war nicht irgendein Straßenrand: Natürlich hatten wir uns ein besonders hübsches Plätzchen ausgesucht. Mit einer Palme vor dem Fenster und mit allerfeinstem Seeblick parkten wir den Cali direkt vor einem Grand Hotel in Menaggio.

Nach Minestrone und Pasta in einem nahegelegenen Restaurant schliefen wir schon früh ein und schlummerten bis 7:30h am nächsten Morgen. So hatten wir uns den Wecker gestellt, da man ab 8Uhr ein Parkticket brauchte. Das Frühstück fiel an diesem Morgen besonders hübsch aus: Wir schmausten die Brötchen vom Vortag auf einer Bank direkt am See und erfreuten uns an der Flexibilität, die so ein Bulli eben bietet. Zum Glück hatten wir (wie immer) vorher nichts gebucht, denn sonst wäre uns dieses wunderbare Panorama verborgen geblieben.

 

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Wir schlenderten noch ein bisschen durch den kleinen Ort und machten uns dann wieder auf den Weg in Richtung Levanto.

 

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Ankunft in Levanto

Knapp 4 Stunden später, nach einer extrem kurvigen Autobahn, die sich gar nicht mehr nach Autobahn anfühlte und Tunneln die man schon gar nicht mehr zählen konnte, trafen wir auf dem Campingplatz Acquadolce in Levanto ein und der war auch schon geöffnet, im Gegensatz zu den Plätzen am Comer See. Die Installation machte diesmal besonders viel Spaß: Kurz rangiert, um den Bulli perfekt zu positionieren, Tisch und Stühle aufgestellt, Markise raus, Dach hoch. Und das alles umgeben von ganz vielen anderen VW Bullis.

 

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Zur Feier unserer Ankunft gab es dann erstmal Nudeln mit Tomatensoße an einer ordentlichen Portion Entspannung mit hochgelegten Füßen.

Inzwischen war es 16Uhr und wir spazierten los ins Dorf. Das geht von unserem Campingplatz aus recht flott, das Zentrum von Levanto erreicht man locker in 5 Minuten. Wir flanierten ein bisschen am Strand entlang und durch die kleinen Gassen, ich kaufte eine neue Speicherkarte für die Kamera (meine hatte ich zu Hause liegen lassen :D) und dann ging’s auch schon zurück zum Campingplatz, wo wir den Rest des Abends gemütlich im Bulli verbrachten. So ein Bulli ist schon etwas Tolles.

 

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Vor lauter Müdigkeit fielen uns jedoch die Augen schon recht schnell zu und wir bewegten uns nur noch kurz nach draußen um das Waschhaus aufzusuchen. Auf dem Rückweg stellten wir an dem kleinen Bachlauf der über den Campingplatz läuft fest, dass es hier auch Kröten gibt, denn das Geräusch war unverkennbar. Als wir dann die Stufen zu unserem Stellplatz hochgingen, saß plötzlich eine riesige Kröte direkt vor uns und starrte uns zum Sprung bereit mit großen Augen an. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es wirklich nur eine große Kröte oder sogar zwei aufeinandersitzende Kröten waren, haha. Wir erschraken uns beide so sehr, dass wir beinah rückwärts die Treppe hinunter fielen und beschallten kurzzeitig den halben Campingplatz mit unserem Gelächter, bevor wir uns für einen alternativen Weg zurück zu unserem Stellplatz entschieden.

 

Wanderung von Levanto nach Monterosso

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich und machten uns dann auf den Weg zu Fuß nach Monterosso, das von Levanto aus gesehen das erste der fünf Dörfer der Cinque Terre ist. Auf dem Schild stand, dass man zu Fuß etwa zweieinhalb Stunden dort hin wandert. Das wird ja nicht allzu schwer, dachten wir uns, aber weit gefehlt! Schon zu Beginn führte der Weg so steil bergauf, dass wir uns bereits nach wenigen Minuten der ersten Kleiderschicht entledigten. So ging es eine ganze Weile weiter, über Stock und über Stein, aber die meiste Zeit mit superschönem Meer-Panorama. Wir kletterten immer weiter höher und wanderten auch eine ganze Zeit lang im Tshirt, da das Wetter zum Wandern nahezu perfekt war.

 

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Begleitet von Paraglidern die über uns hinweg flogen trafen wir dann nach knapp 3 Stunden in Monterosso ein und gönnten uns und unseren zitternden Beinen in einem kleinen Straßencafé eine kurze Pause mit Latte Macchiato und Cola.

 

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Monterosso ist laut Reiseführer etwas anders als die übrigen vier Cinque Terre Dörfer. Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht beurteilen, aber ich muss sagen, dass ich mir von den anderen Dörfern auch etwas mehr erhoffe. Außer der Strandpromenade hatte Monterosso jetzt nicht sonderlich viel zu bieten, auch wenn alles was wir gesehen haben wirklich sehr hübsch war. 🙂

 

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Von Monterosso aus nahmen wir dann den Zug zurück nach Levanto und wollten hier eigentlich noch ein bisschen das angekündigte Frühlingsfest genießen, aber das schien schon vorbei zu sein als wir ankamen.

 

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So ging es für uns direkt weiter zum Campingplatz und nachdem wir eben noch lecker gekocht haben, sitzen wir nun gemütlich und voller Vorfreude auf die nächsten Tage bei Jack Johnson & The Kooks im Bulli, während wir vereinzelte Regentropfen auf dem Bullidach hören.

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