Australien #7: Surfen in Agnes Water & der Noosa Nationalpark

Da wir von verschiedenen Seiten gehört hatten, dass man zum Surfen am besten in Agnes Water Halt macht, da es dort mit Abstand am günstigsten ist, machten wir uns nach der Whitsunday Tour von Airlie Beach aus auf den Weg dorthin.

 

Das beste Hostel an der East Coast: Cool Bananas

Ursprünglich hatten wir vor, in Agnes Water auf dem Kangaroo Horizon Sanctuary Campingplatz unser Lager aufzuschlagen, aber da dies ziemlich ab vom Schuss liegt und wir außerdem dringend eine Waschmaschine brauchten, die es dort nicht gab, steuerten wir stattdessen das Cool Bananas Hostel an. Hier kann man für 12,50$ pro Person auf dem Parkplatz im Camper schlafen und alle Angebote des Hostels nutzen. Zunächst war ich wenig erfreut über diesen Parkplatz, da ich uns gezwungenermaßen in eine sehr enge Lücke zwängen musste, aus der wir später kaum nochmal rauskommen würden. Zum Glück wurde schon kurze Zeit später ein anderes Plätzchen frei und dank viel Ausparkhilfe konnten wir dann aber sogar den besten Spot des Parkplatzes beziehen. 🙂 Im Cool Bananas lebt es sich gefühlt wie in einer riesigen Familie. Das Personal besteht überwiegend aus Backpackern, die allesamt engagiert und fröhlich bei der Sache sind, genau so wie die Betreiber des Hostels. Alles ist sauber und insgesamt ist das Hostel auch sehr günstig – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier wirklich gut. Außerdem ist die enge Zusammenarbeit mit der Surfschule Gnarly Tours wirklich von Vorteil, aber dazu später mehr.

Agnes Water ist ein ziemlich unspektakulären Örtchen. Eigentlich besteht es nur aus einer Kreuzung mit einigen Geschäften und ansonsten sieht man überwiegend Wohnhäuser und Ferienanlagen. Entsprechend gut gefüllt war der Strand, der im Vergleich zu anderen Stränden an der australischen Ostküste irgendwo im Mittelfeld einzuordnen ist. Die meisten Touristen kommen eben, genau wie wir, zum Surfen nach Agnes Water 🙂

 

Coole GoPro Fotos & Shark Protection beim Surfen mit Gnarly Tours

Wir entschieden uns zwischen den beiden ansässigen Surfschulen für den Surfkurs bei Gnarly Tours und lagen damit goldrichtig. Der vierstündige Kurs kostet mit 25$ zwar etwas mehr als bei der anderen Surfschule, aber dafür gibt es unzählige coole GoPro-Fotos kostenlos dazu. Bei der anderen Surfschule muss man 5$ pro Bild draufzahlen und die Bilder werden vom Strand aus aufgenommen, wodurch sie natürlich um einiges unspektakulärer sind, als mit der GoPro direkt auf dem Board.

Um 10Uhr morgens ging es los: Surflehrer Lorenzo lud uns und noch drei andere Hostelgäste in seinen 4WD und auf gings zu einem menschenleeren Strand. Nach einer kurzen Theorieeinweisung und ein paar Trockenübungen gings auch schon ins Wasser. Ich war sehr gespannt, wie es noch so klappen würde, immerhin liegt das letzte Surfcamp an Frankreichs Atlantikküste schon 9 Jahre zurück.

Es war einfach großartig! Lorenzo der alte Spaßvogel gab uns genaue Anweisungen, wann wir anfangen sollten zu paddeln und gab uns immer noch einen kräftigen Schubser mit, damit wir die Welle auch definitiv bekamen. Das mit dem Aufstehen klappte sogar auch ganz gut, und zwar endlich auch mal ohne Knie, yeah! Es machte wirklich Riesen Spaß und Lorenzo installierte uns nacheinander seine GoPro vorne auf den Boards, damit wir auch alle tolle Fotos bekamen. Damit diese auch extra schick wurden und uns der böse Tigerhai nicht angreift, hatte Lorenzo uns außerdem vorab mit Zink bunte Motive ins Gesicht gemalt (ich bekam eine Blume, Chrissy einen Schmetterling). Shark Protection nennt man das bei Gnarly Tours 😉 Die GoPro macht übrigens zwei Bilder pro Sekunde, das heißt, egal wie blöd man sich anstellt, es kommen auf jeden Fall tolle Fotos raus. An dieser Stelle noch ein Zitat von Lorenzo, der uns stets ans Herz legte, für die Kamera möglichst noch eine extracoole Pose zu machen, auch wenn das mit dem Surfen nicht wirklich gut klappt: „Just fake it! Fake it hard!“ 😀

Kurz vor dem Fall 😀

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir wieder größtenteils mit Surfen, auf die dritte Session gibts nämlich Rabatt, sodass man für 3 Tage unschlagbare 65$ bezahlt.

Leider waren wir an Tag 2 und 3 komplett auf uns alleine gestellt, da Lorenzo sich dann um die Neuen kümmert, und so klappt es dann schon deutlich weniger gut mit dem Surfen. Die erhofften Fortschritte blieben weitestgehend aus, aber wir hatten trotzdem eine Menge Spaß! 🙂

 

Kängurus hautnah erleben

Am letzten Tag in Agnes Water wollten wir dem Kangaroo Horizon Sanctuary noch einen Besuch abstatten. Leider gibt es dort immer nur einmal täglich Führungen über das Gelände voller Kängurus, und zu dieser Zeit fand blöderweise unser Surkurs statt. Deshalb versuchten wir unser Glück zu einer anderen Uhrzeit, wurden aber ziemlich schnell ziemlich böse von dem unfreundlichen Besitzer des Geländes verwiesen. Wäre er nicht so grantig gewesen, wären wir bestimmt nochmal zu einem anderen Zeitpunkt wieder gekommen, aber so haben wir uns das gespart. Zeit für ein kurzes Foto mit einem süßen Känguru hatten wir trotzdem 😉

Im Kangaroo Horizon Sanctuary kann man zu den Uhrzeiten der Führungen Kängurus streicheln & füttern!

 

Flanieren in Noosa

Am nächsten Morgen brachen wir dann schon gegen 8h auf in Richtung Noosa, wo wir wie immer später als gedacht ankamen (in Australien Autofahren ist wirklich keine Freude!). Leider war der von uns angefahrene Campingplatz geschlossen, weshalb wir kurzfristig umdisponieren mussten und auf einem Rentnercampingplatz landeten. Aber immerhin war der Platz wirklich hübsch, sauber und ruhig und wir hatten sogar WLAN am Stellplatz. Welch ein Luxus!

Nach einer flotten Dusche fuhren wir dann Richtung Zentrum und bummelten die belebte Hastings Street entlang. Noosa ist ein netter kleiner Küstenort, der vor allem reiche und schöne Familien anzieht. Entsprechend sahen auch die Boutiquen und Restaurants aus. Wir flanierten noch etwas am Strand entlang und kauften Mitbringserl für unsere Lieben und dann fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz. Der Wecker stand schließlich schon wieder sehr früh am nächsten Morgen, da wir den Tag mit einer Joggingrunde beginnen wollten, was wir auch brav taten.

 

Tolle Aussichten im Noosa Nationalpark

Anschließend sammelten wir Vivian, die wir schon aus Cairns und von den Whitsundays kannten, an ihrem Hostel ein und fuhren zum Noosa Nationalpark, der direkt ans Stadtzentrum grenzt. Dort wanderten wir ca 7 km den Coastal Track entlang und hatten dort traumhafte Aussichten auf das Meer und zahlreiche Surfer. Wir haben sogar auch Delfine und Schildkröten gesehen! 🙂

 

Coastal Track im Noosa Nationalpark
…in search of the perfect wave 😉

Nach unserem Walk gönnten wir uns ein großes köstliches Eis in der Hastings Street und bummelten noch ein wenig durch die Gegend, bevor wir Vivian wieder zurückbrachten und wieder die Küste ein Stück hoch nach Hervey Bay fuhren. Von dort aus startete nämlich am nächsten Tag unsere Tour nach Fraser Island!

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