Australien #5: Der Eungella Nationalpark

Von Bowen aus fuhren wir weiter in den Eungella Nationalpark, der ein kleines Stückchen weiter im Landesinneren liegt. Dorthin verirren sich deutlich weniger Touristen, als sich an der Küste tummeln, was sicher auch daran liegt, dass der Nationalpark nicht von den Greyhoundbussen angefahren wird und somit für viele junge Backpacker unerreichbar ist. 

Bekannt ist der Eungella Nationalpark vor allem durch seinen Regenwald, die vielen Zuckerrohrfelder und die hier besonders gut zu beobachtenden Schnabeltiere: Am Broken River gibt es sogar einige Aussichtsplattformen, von denen aus man zur richtigen Tageszeit ziemlich sicher Schnabeltiere sehen kann. Am Broken River beginnnen auch zahlreiche Wanderwege durch den Regenwald, auch wenn der größte Teil des Nationalparks selbst für Wanderer nicht zugänglich ist.

 

Unsere abenteuerliche Fahrt in den Eungella Nationalpark

Die Fahrt dorthin war ganz schön abenteuerlich – zunächst ging es Ewigkeiten nur durch die Pampa und hin und wieder mal durch ein kleines Dörfchen, bestehend aus drei bis fünf Häusern. Kurz vor dem Ziel führte uns eine sehr steile kurvige Straße hinauf in die Berge und als wir an einer Infotafel anhielten, um den weiteren Plan zu entwickeln, fiel uns auf, dass unser Camper Susi heißes Wasser verlor und seltsame Geräusche machte. Deshalb ließen wir sie erstmal stehen und fragten nebenan im Historic Eungella Chalet um Hilfe. Das deutsche Service-Mädel organisierte uns Tony, der tatsächlich aussah wie ein fähiger Mechaniker. Unglaublich, was für ein Glück wir hatten: Tony hatte sogar eine kleine Werkstatt direkt neben dem Chalet und nach ein paar kurzen Checks schwang er sich kurzerhand unter unser Mobil und stellte fest, dass das Wasser aus unserem Frischwassertank kam, dessen Schlauch gerissen war. Der Schlauch war nämlich porös. Er reparierte alles, wir quatschten noch eine Weile und er empfohl uns einen nahegelegenen Campingplatz am Broken River, wo wir dann auch eine sehr günstige Nacht verbrachten. Wildnisfeeling inklusive!

Am nächsten Morgen standen wir schon wieder sehr früh auf und begannen den Tag mit einer kleinen Wanderung. Auf dem Platypus Walk sollte man nämlich Schnabeltiere beobachten können – diese blieben uns jedoch aufgrund der Uhrzeit verborgen und stattdessen entdeckten wir eine Schlangenhaut. Oh oh…

Am Broken River hat man häufig Glück und kann Schnabeltiere beobachten
Zum Glück begegneten wir lediglich der alten Haut einer Schlange, nicht der Schlange selbst 😀

Wir wanderten noch etwa eine Stunde durch den kleinen Regenwald und begegneten auch noch einem Wallaby mit Baby im Beutel – zu süß! Sonst war der Walk aber eher unspektakulär – schließlich waren wir nach unserer Wanderung im Daintree Rainforest jetzt anderes gewöhnt 😀

Urwald-Feeling in der Finch Hatton Gorge

Nach einem Zwischenstopp am Aussichtspunkt Sky Window auf das Pioneer Valley, in dem jede Menge Zuckerrohr angebaut wird, ging es circa 30 Minuten weiter zur Finch Hatton Gorge, die ebenfalls im Regenwald liegt.

Aussicht auf das Pioneer Valley

Dort entschieden wir uns für einen kurzen 3km Walk zu einem Wasserfall. Der Weg war auch nicht besonders spannend, aber einmal erschrak ich schon sehr, als Chrissy vor mir plötzlich stoppte und auf einen Baum vor uns zeigte. Für mich sah es so aus, als schlängelte sich dort eine Schlange entlang, aber es war nur eine mittelgroße Echse, die sich mindestens genau so vor uns erschrocken hatte, und die wir von nun an häufiger sahen. Eigentlich sind sie ja sogar ganz süß 😀

Dieser Art von Echsen begegnet man in Australien ganz schön oft!

Am Wasserfall angekommen stellte sich heraus, dass man hier auch in einem kleinen Wasserloch schwimmen konnte, aber wir hatten leider keine Badesachen dabei. Ich wollte auf einen Stein klettern um die Füße ins Wasser baumeln zu lassen und stand dann plötzlich und unverhofft mitsamt der Wanderschuhe an den Füßen bis zur Hüfte im Wasser. Ups! Zurück konnte ich den Weg dann mit Seen in den Schuhen gehen, haha.

Zweieinhalb Stunden später hatten wir den Eungella Nationalpark weit hinter uns gelassen, endlich ein Känguru Schild fotografiert und schließlich Airlie Beach erreicht, von wo aus wir einen Segeltrip uz den Whitsunday Islands machen wollten. Fortsetzung folgt 🙂  

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