Australien #4: Magnetic Island & Bowen

Ab auf die Insel!

Nach einem verregneten Tag im Camper in Mission Beach fuhren wir direkt weiter nach Townsville, wo wir kurz vor der Stadtgrenze eine Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz in Saunders Beach verbrachten. Dieser Platz ist wirklich zu empfehlen, da er direkt am Strand liegt und für einen kostenlosen Platz absolut in Ordnung ist.

Am nächsten Morgen brachen wir schon früh auf, da wir von Townsville aus die Fähre rüber nach Magnetic Island nehmen wollten. Diese hatten wir schon vorab über bookme für nur 24$ hin und zurück gebucht. Nachdem wir unsere Susi auf einem kostenlosen Parkplatz in Townsville abgestellt hatten, spazierten wir rüber zum Ferry Terminal und um 10.30h ging es los. Die Überfahrt mit Sealink dauerte nur knapp 30 Minuten und als wir auf Magnetic Island ankamen, mussten wir nur noch in einen Bus hüpfen, der uns direkt vor dem Base Hostel absetzte. Das Busnetz auf Magnetic Island ist sowieso recht gut ausgebaut – sofern ihr Studenten seid, haltet unbedingt eure entsprechenden Ausweise bereit, denn so könnt ihr bei den Bustickets viel Geld sparen.

 

Ankunft auf Magnetic Island

Das Base Hostel in Nelly Bay war uns von unserer holländischen Zimmergenossin in Cairns empfohlen worden, und zwar völlig zurecht: Die Lage direkt am Strand ist einfach unschlagbar. Die Zimmer befinden sich in kleinen Holzhütten, die auf dem weitläufigen Gelände verteilt sind und man kann sogar auch hier zelten! Wir hatten Glück und ergatterten eine Hütte mit Balkon und absolut traumhafter Aussicht direkt aufs Meer!

Unser Zimmer mit Meerblick

Das Mädel an der Rezeption war zwar extrem unfähig und sorgte für ewig lange Wartezeiten beim Check-In, aber als wir unser Zimmer dann endlich beziehen konnten, war das schon wieder halb vergessen. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und an der hosteleigenen Island Bar – herrlich!

Während das Hostelpersonal (alles junge Backpacker) am Abend immer ausgelassener feierte, unterhielten wir uns eine ganze Weile mit einem Mädel aus Berlin, das schon ein ganzes Jahr Work & Travel hinter sich hatte und uns so einiges erzählen konnte. Ihre Geschichten zum Thema Spinnen, die aus Löchern in den Wänden kommen, hatten zufolge, dass ich erstmal zwei Löcher über meinem Bett mit reiselustig Aufklebern zuklebte, damit sich nicht plötzlich eine Huntsman zu mir ins Bett gesellte, so wie es diesem Mädel in Adelaide passiert war.

 

Wandern auf Magnetic Island: Der Forts Walk ist ein Muss!

Am nächsten Tag wollten wir Magnetic Island ein wenig erkunden und fuhren deshalb mit dem Bus zum Ausgangspunkt des Forts Walk, einer der Hauptattraktionen der Insel. Dieser Walk führt an verschiedenen ehemaligen militärischen Stationen vorbei, wie zum Beispiel Beobachtungsposten, Kanonen usw. Und bietet traumhafte Aussichten auf Insel und Meer. Außerdem haben wir ein paar niedliche Koalas in ihren Eukalyptusbäumen gesehen, ein besonders süßes Exemplar hat sogar geschnarcht, hihi.

 

Nach so viel Action gingen wir dann am Abend wieder mal sehr früh ins Bett und verbrachten den letzten Tag komplett am Strand und am Pool, um ein wenig Bräune zu tanken. 😉

Nach dem Check-Out am nächsten Morgen begaben wir uns noch hoch zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt in Picnic Bay, dem Hawkings Point Lookout, der uns eine wirklich hübsche Aussicht auf einen Teil von Magnetic Island sowie rüber nach Townsville bescherte.

Aussicht vom Hawkings Point auf Nelly Bay
Aussicht vom Hawkings Point auf Picnic Bay

Anschließend nahmen wir die Fähre zurück aufs Festland und fuhren in Townsville noch zu einem weiteren Aussichtspunkt hinauf: Vom Castle Hill aus kann man die ganze Stadt überblicken und bis nach Magnetic Island hinübergucken – wir konnten sogar den Hawkings Point sehen, wo wir kurz zuvor noch gestanden hatten.

Aussicht vom Castle Hill in Townsville

Eine Nacht in Bowen

Dann ging die Fahrt auch schon weiter – next stop: Bowen, wo wir nach etwa drei Stunden Fahrt ankamen. Leider hatte der Campingplatz, den wir uns ausgeguckt hatten, kein Plätzchen mehr frei und bei dem nächsten Platz war die Rezeption bereits geschlossen. Als wir deshalb eine Frau auf einem Parkplatz ansprechen und um Rat fragen wollten, bot diese uns spontan ihre Pommes an die sie nicht mehr wollte (yummy!) und entpuppte sich als eine wahnsinnig nette, hilfsbereite Frau, von der man einiges lernen kann. Marianne begleitete uns hoch zum Rotary Lookout wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang ansahen und zeigte uns anschließend ein nettes Plätzchen am Straßenrand, wo wir die Nacht verbringen würden.

Sie war alleine mit ihrem Wohnmobil unterwegs, das sie sich erst vor einem Monat gekauft hatte und stellte sich ebenfalls einfach an den Straßenrand. Sie schenkte uns eine Kokosnuss, deren Wasser wir durch einen Strohhalm tranken und anschließend zerschmetterte Chrissy die Kokosnuss, damit wir sie dann waschen und essen konnten. Als wir Marianne Gute Nacht sagen wollten, lud sie uns kurzerhand auf eine Runde UNO in ihr wirklich schickes und gemütliches Wohnmobil ein. Sie ist wirklich bestens ausgestattet – inklusive Thermomix! 😀 Wir quatschten über Gott und die Welt, sie gab uns zahlreiche Tipps für unsere Weiterreise, zeigte uns Fotos von ihrer Familie und erzählte uns interessante Dinge über die Aborigines. So saßen wir eine ganze Weile da und lauschten einfach nur ihren Geschichten. Nachdem sie 36 Jahre lang verheiratet war und ihr Mann letztes Jahr leider verstorben ist, hat sie inzwischen einen neuen Partner gefunden und genießt ihr Leben auf eine neue Art und Weise. Mir erschien Marianne wirklich als eine sehr weltoffene, belesene und lebensfrohe Frau, die verstanden hat, wie das Leben läuft und wie wertvoll jede Sekunde davon ist. Für mich ist sie eine sehr inspirierende Person, die ich sicher für Ewigkeiten in Erinnerung behalten werde!

Nach dem Aufwachen um 7.30h frühstückten wir am nächsten Morgen an einem Picknicktisch direkt am Strand und waren sogar früher dran als Marianne. Diese kam irgendwann verschlafen aus ihrem Wohnmobil und berichtete, dass nachts Leute vom Council da waren, um uns zu verwarnen da wir dort wohl doch nicht einfach so übernachten durften (hätte mich auch gewundert, da es sich schon um einen sehr geilen Schlafplatz handelte haha). Zum Glück handelte es sich aber nur um eine Verwarnung und uns blieben die 200$ Strafe pro Person erspart.

Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang, den Marianne uns empfohlen hatte und wanderten etwa eine Stunde lang durch wunderschöne Buchten, die ans Mittelmeer erinnerten und über felsige Hügel. Als wir um 10h wieder am Auto ankamen, hüpften wir unter die Stranddusche und machten uns dann auf den Weg in Richtung Eungella Nationalpark.

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