Australien #11: Tamborine Mountain, Springbrook Nationalpark & Yamba

Nach der Woche in Byron Bay fühlte es sich irgendwie so an, als sei die Reise fast vorbei. Dabei war das eigentlich Quatsch, denn immerhin lagen noch ganze fünf Wochen vor uns! Und diese wollten gut genutzt werden 😉

Deshalb ging es von Byron Bay aus für uns zunächst wieder ein Stück die Küste hoch zum Tamborine Mountain Nationalpark. Aufgrund schlechten Wetters und allgemeiner Müdigkeit nach der doch anstrengenden Woche in Byron Bay steuerten wir unseren Campingplatz in Coolangatta schon früher an als geplant und verbrachten die meiste Zeit des Tages damit, ein bisschen Energie für die nächste Zeit zu tanken. Ein kurzer Besuch des Strandes von Burleigh Heads ließen wir uns aber dennoch nicht nehmen, denn von dort aus bietet sich ein netter Blick auf die Skyline von Surfers Paradise.

 

Aussicht von Burleigh Heads auf die Skyline von Surfers Paradise

 

Naturvergnügen im Tamborine Mountain Nationalpark 

Die Fahrt nach Tamborine am nächsten Morgen startete sehr steil und kurvig mit spektakulären Ausblicken auf Gold Coast und Surfers Paradise auf der einen und das Hinterland auf der anderen Seite.

 

Nach einem kurzen Stopp im Information Center besichtigten wir die Curtis Falls, ein kleiner Wasserfall im Regenwald. Durchaus nett anzusehen, jedoch fürchte ich, dass wir vom Daintree Rainforest und den McKenzie Falls in den Grampians einfach schon zu sehr verwöhnt wurden. 😉

 

Curtis Falls

 

Weiter ging’s zu einem Skywalk, wo man auf einer Stahlkonstruktion durch die Baumkronen des Regenwaldes spazieren kann. Für Studenten kostete dies 16,50$ und da wir nach den Beschreibungen Spektakuläres erwarteten, bezahlten wir diese auch. 5$ hätten es allerdings auch getan, da waren wir uns einig. Es war ganz nett, aber wir hatten irgendwie mehr erwartet und waren nach knapp 20 Minuten durch.

 

 

Anschließend fuhren wir noch ein kleines Stück weiter zum Cedar Creek und hüpften nach einem kurzen Walk in bergige Wasserlöcher – das war wirklich sehr schön und erfrischend!

Mein Eindruck vom Tamborine Mountain Nationalpark ist ein bisschen, dass es hierbei um ein Ferienvergnügungszentrum für Familien handelt. Es werden zahlreiche kinderfreundliche Aktivitäten angeboten, die natürlich cool sind, aber nicht unbedingt unseren Geschmack trafen 🙂

Zum Abschluss unseres Ausflugs nach Tamborine gönnten wir uns noch Kuchen in einem netten Café am Information Center und traten dann die Weiterfahrt gen Süden an.

 

Tyalgum: So ein süßer Campingplatz!

In Tyalgum verbrachten wir die Nacht auf einem total süßen, einsamen Campingplätzchen mit tollem Blick auf die Berge, hinter denen am nächsten Morgen die Sonne aufging. Der Platz ist riesig, aber außer uns stand dort nur noch ein weiterer Wohnwagen. Und natürlich der Bus von Platzbetreiber Richard. Richard ist ein super freundlicher älterer Mann, der diesen Platz glaube ich einfach betreibt, weil er Spaß dran hat. Von den 10$ pro Person pro Nacht wird er sicher nicht reich, aber er hat sich sehr über unseren Besuch gefreut und dort ist wirklich alles bestens in Schuss – inklusive brandneuen Sanitäranlagen! Schade, dass in der Umgebung sonst nicht wirklich etwas los ist, sonst wäre ich gerne länger auf diesem Campingplatz geblieben.

 

 

Ein Abstecher in den Springbrook Nationalpark 

Am nächsten Morgen brachen wir im Regen in Tyalgum auf und eine wunderschöne kurvige Panoramastraße führte uns zunächst zur Natural Bridge im Springbrook Nationalpark. Dort legten wir einen ca. einstündigen Walk ein und wanderten dabei durch regnerischen Regenwald zu der von der Natur geformten Felsbrücke, durch die sich ein kleiner Fluss schlängelt. Gleich daneben gibt es einen Wasserfall und eine Glühwürmchenhöhle, in der wenn es dunkel ist, viele kleine Glühwürmchen die Decke erleuchten.

 

 

Ein Tag in Yamba und eine unschöne Diagnose

Von dort aus fuhren wir ca. 2 Stunden weiter nach Yamba, legten eine ausgiebige Wifi-Pause bei McDonald’s ein und installierten uns dann auf einem netten Campingplatz in Strandnähe. Leider regnete es den Rest des Abends und so blieben wir im Van.

Hinzu kam an diesem Abend meine Befürchtung, dass der seltsam ziepende Ausschlag auf meinem Rücken eine Gürtelrose sein könnte. Deshalb ging ich am nächsten Morgen direkt zu zwei Ärzten, die aber keine Zeit für mich hatten und mich wegschickten. Telefonisch konnte ich dann einen Termin bei einem Arzt im Nachbarort machen und hoffte natürlich, dass ich mich täuschte, aber leider behielt ich recht: Es war tatsächlich eine Gürtelrose, die sich in den folgenden Tagen schön weiter über die Rippen bis mitten auf den Bauch ausbreitete. Das war natürlich wirklich mehr als unnötig 🙁 10 Tage lang musste ich deshalb Tabletten nehmen – ich war ganz schön genervt von all dem Ziepen und Jucken. Dennoch ließ ich mir die Reise davon natürlich nicht verderben 🙂

Nach meinem Arztbesuch schlenderten wir noch eine Weile durch Yamba, ein hübscher kleiner Ort mit wirklich schönen Stränden! Wir legten uns noch für etwa zwei Stündchen an den Strand, wo wir backpacker-standardmäßig auch duschten – sehr zum Vergnügen zweier Rentner die uns freundlich fragten ob wir wohl unser Badezimmer mit ihnen teilen würden 😀

 

 

Off to… SYDNEY!

Mit kurzen Zwischenstopps in Coffs Harbour und Port Macquarie, wo wir gegen 22h unseren Schlafplatz am Straßenrand bezogen und am nächsten Morgen gemütlich am Strand frühstückten, ging die Reise weiter Richtung Sydney! Mein persönliches Highlight der Reise und seitdem meine absolute Lieblingsstadt 🙂 Wieso, weshalb, warum das so ist und was mich an Sydney so sehr fasziniert hat, erzähl ich euch im nächsten Artikel <3

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